Weight Sensor

Genetik und Übergewicht

Kapitel 2

Schulungsvideo

Erfahren Sie mehr über die Rolle der Gene bei Übergewicht und wie man dieses Wissen nutzen kann um schnell abzunehmen.

Gesprochener Text des Videos

Kapitel 2 Übergewicht und Genetik

Das DNAnutriControl Programm besteht aus zwei verschiedenen Elementen. Zum einen können wir in den Genen nachsehen und herausfinden, wie man am effektivsten abnehmen kann und zum anderen können wir durch eine Genanalyse herausfinden, welche Nahrungsmittel gesund und welche ungesund sind. Das ist einmal DNA+Gewicht (Weight Sensor) und DNA+Ernährung (Nutrition Sensor).

Man hat die Möglichkeit das ganze Programm mit beiden Elementen zu bestellen oder nur eines von beiden. Die Nahrungsmittelliste gibt es bei deinen Elementen immer dazu. Die Nahrungsmittelliste beinhaltet über 1100 verschiedene Nahrungsmittel, die nach den Genen bewertet werden. Wir können dann sehen ob ein Nahrungsmittel entweder übergewichtsfördernd, gesund oder ungesund ist.

In diesem Kapitel konzentrieren wir aus auf das Abnehmen nach den Genen, also wie wir in den Genen nachsehen können, wie man am effektivsten abnehmen kann.

Die Zwei Faktoren bei Übergewicht

Bei Übergewicht gibt es zwei wichtige Faktoren, einmal zu wenig Bewegung und zum anderen zu viel Essen. Es werden zu wenig Kalorien verbraucht und zu viele gegessen, was allmählich zu Übergewicht führt. Es gibt allerdings sehr viele Menschen, die einen solchen Lebensstil führen, aber unterschiedlich schwer sind und manche sind sogar gar nicht übergewichtig. Hier stellt sich die Frage, warum diese Unterschiede bestehen.

Wie Gene unser Körpergewicht beeinflussen

Wir nehmen als Beispiel drei Damen, die alle gleich groß sind und alle 50 kg wiegen. Wenn wir diese drei Damen auf eine besonders fettreiche Ernährung setzten würden, würden wir vermutlich folgendes beobachten:

  • Sabrina nimmt über die Jahre 30 kg zu.
  • Alina nimmt auch zu, aber weniger als Sabrina.
  • Martina nimmt gar nicht zu.

Wir kennen Personen, die dasselbe essen wie alle anderen und nicht zunehmen. Es stellt sich die Frage, wenn sie alle gleich groß sind, warum haben sie bei der selben Ernährung verschiedene Endgewichte?

Hier kommen wir zu den Genen, es gibt das PPARG Gen und das FABP2 Gen. Ich muss dazu sagen, dass dies nur eine Vereinfachung ist. In Wirklichkeit gibt es noch mehr Gene, die dabei eine Rolle spielen, aber ich habe für dieses Beispiel nur zwei ausgewählt.

Von jedem dieser Gene, gibt es zwei verschiedene Versionen. Eine Version führt dazu, dass viel Fett aus dem Darm absorbiert wird (hier gekennzeichnet als „Fettaufnahme“) und die andere bietet einen Schutz vor erhöhter Fettaufnahme. Je nach dem welche Konstellation aus diesen Schutz- und Empfindlichkeitsgenen die Person bekommt, hat es bei einer fettreichen Ernährung einen Einfluss auf das Körpergewicht.

Woher wissen wir das?

Das Wissen haben wir natürlich aus wissenschaftlichen Studien. Wir schauen uns einmal kurz die Wissenschaft zu einem dieser Gene an. Das PPAR-Gamma-Gen hat eine spezifische Genvariation, die Pro12Ala Mutation. In der Darstellung sind die Personen mit der Genvariation immer rechts und ohne Genvariation links aufgelistet.

Es gibt eine Metastudie, bei der 30 verschiedene unabhängige wissenschaftliche Studien zusammengezählt wurden. Die Studien haben alle dasselbe gemacht und sind alle auf das selbe Ergebnis gekommen. Das Ergebnis war, dass Personen mit der Genvariation einen erhöhten BMI (Body-Mass-Index) hatten. Sie waren also übergewichtiger, als Personen ohne die Genvariation. Für diejenigen die es interessiert, gibt es hier die Quelle zur Studie: Rankinen et al., Obesity 14: 529-644.

Nun kommen wir zur Fettempfindlichkeit. Eine sehr interessante Studie aus dem Jahre 2001 hatte 343 Probanden auf eine besonders fettreiche Ernährung gesetzt. Es war natürlich ungesund für die Probanden, aber sie haben teilgenommen um herauszufinden, ob es einen Zusammenhang mit diesem Gen gibt. Interessant war, dass besonders die Personen mit der Genvariation, wie zu erwarten war, allmählich zugenommen haben. Die Personen ohne die Genvariation haben nicht weiter zugenommen und waren mehr oder weniger Resistenz gegen die Menge an Fett in der Ernährung. Ein seriöser Wissenschaftler würde dies interessant finden, aber noch nicht glauben und zuerst eine Replikationsstudie sehen wollen.

In einer Studie mit 130 Probanden wurde das Experiment von einer unabhängigen Forschungsgruppe und an einer unabhängigen Population wiederholt und das Ergebnis war genau dasselbe. Die Personen mit der Genvariationen haben bei mehr Fett allmählich zugenommen und die anderen nicht.

Es hat sich wissenschaftlich wiederholt gezeigt, dass Personen mit der Genvariation empfindlicher gegenüber Fett in der Nahrung sind, als Personen ohne der Genvariation. Ein wichtiger Faktor ist bei diesen Genen zu berücksichtigen. Es sind nicht Gene, die von der Wissenschaft gerade erst vor drei Monaten entdeckt wurden, wo eine Studie einen Effekt gezeigt hat, der wahrscheinlich in der nächsten Studie schon wieder widerlegt wird. Das PPAR-Gamma-Gen ist der Wissenschaft seit Jahrzehnten bekannt und viele Wissenschaftler haben dazu Studien durchgeführt. Es gibt bereits 7500 Studien nur zu diesem Gen. Nicht nur zu Übergewicht, sondern auch zu Diabetes und anderen Faktoren. Dieses Gen ist also keine Neuentdeckung. Wissenschaftlich gesehen ist es ein alter Hut und wurde immer wieder neu bestätigt.

Wie kann eine Genvariation dazu führen, dass eine Person durch
mehr Fett in der Nahrung übergewichtig wird?

Um das zu erklären, habe ich ein kurzes Beispiel. Wenn wir uns das Innere des Darm bei einer Person ansehen, die gerade eine fettreiche Mahlzeit zu sich genommen hat, wird folgendes passieren: der Körper sagt, „Fett?! Sehr gut, da stecken Kalorien drin. Daraus kann ich Zellwände bauen“, und beginnt das Fett zu absorbieren. Vereinfacht dargestellt aktiviert sich irgendwann ein Fettaufnahme-Gen, was dem Körper sagt wenn genug Fett aufgenommen wurde. Das restliche Fett wird dann wieder ausgeschieden und erst gar nicht von dem Körper aufgenommen. Es ist in diesem Fall egal, ob wenig oder viel Fett im Darm steckt, es wird alles ausgeschieden und nicht im Fettspeicher gelagert.

Die Personen, die dieses Gen haben, sind also davor geschützt zu viel Fett aufzunehmen, selbst wenn sie mehr essen.

Es gibt in der Population aber einen bestimmten Prozentsatz mit einer Genvariation in diesem Gen, die dazu führt, dass das Gen seine Aufgabe nicht richtig erfüllen kann. Es passiert folgendes: Das Fett wird wieder vom Körper aufgenommen, aber das Gen kann dem Körper nicht sagen, wann genug aufgenommen wurde. Er holt sich also alles zur Verfügung stehende Fett und speichert es für magere Zeiten ab. Wenn diese Personen also mehr Fett zu sich nehmen, wird mehr Fett aufgenommen und bei diesen Personen ist das Körpergewicht direkt mit der Menge an Fett, die sie zu sich nehmen, korreliert.

Die Gene können also beeinflussen wie viel Fett aufgenommen wird und können bei den selben Umwelteinflüssen und bei einer fettreichen Ernährung verschiedene Auswirkungen auslösen.

Dasselbe gibt es auch bei Kohlenhydraten. Setzt man verschiedene Menschen auf eine kohlenhydratreiche Ernährung (viele Süßigkeiten, Kartoffeln usw.), dann werden sie unterschiedlich übergewichtig werden. Auch hier spielt wieder ein Gen eine Rolle – das ADRB2 Gen. Es gibt Varianten von diesem Gen die dazu führen, dass Kohlenhydrate zu Übergewicht führen und andere dazu, dass das nicht der Fall ist. In diesem Fall ist es nicht die Aufnahme aus dem Darm, sondern ein anderer Prozess, den wir noch nicht richtig verstehen, aber das Konzept ist eigentlich dasselbe. Wenn die Genvariation vorhanden ist, führt diese bei einer kohlenhydratreichen Ernährung zu mehr Übergewicht.

Wenn wir uns alle Gene zusammen anschauen, haben wir einmal die Fettempfindlichkeit und einmal die Kohlenhydrate-Empfindlichkeit.Wir können bei bestimmten Personen dann ein Muster sehen.

Sabrina hat zwei Mal die Variante Fettempfindlichkeit und einmal den Schutz. Diese Person ist fettempfindlich und wir nennen das den Kohlenhydrat-Verwerter. Die Kohlenhydrate werden verbraucht und das Fett wird mehr gelagert.

Bei Martina ist es genau andersherum. Sie hat zwei Mal den Schutz vor Fett (nicht empfindlich gegenüber Fett) und einmal das Kohlenhydrat-Risiko. Sie ist ein Fettverwerter und kohlenhydratempfindlich.

Alina hat eine Mischung. Sie ist etwas gegen Kohlenhydrate und etwas gegen Fett empfindlich.

Obwohl man annehmen würde, dass alle Menschen auf dieselbe Ernährung gleich reagieren, stellt sich hier heraus, dass dies nicht der Fall ist. Es gibt ganz unterschiedliche Typen. Was das Übergewicht betrifft, hat die optimale Ernährung natürlich auch einen Einfluss.

  • Kohlenhydrat-Verwerter sollten sich fettarm ernähren, weil sie gegenüber Fett empfindlich sind.
  • Fettverwerter sollten Kohlenhydrate reduzieren und können Fett erhöhen.
  • Die Mischtypen sollten eine gute Balance zwischen den beiden erreichen.

Ein anderer Faktor ist zu wenig Bewegung und auch hier gibt es sehr interessante genetische Effekte. Nimmt man mehrere übergewichtige Personen und setzt sie auf ein intensives Sportprogramm, dann wird man ähnlich wie beim Essen folgendes beobachten:

Manche nehmen sehr effektiv ab, manche mäßig und manche kaum bis gar nicht. Das ist übrigens ein Effekt, den Trainer in Sportstudios sehr oft sehen. Zwei Freundinnen kommen ins Studio, machen denselben Sport und nur eine der beiden beginnt abzunehmen.

Auch hier spielen mehrere Gene eine Rolle und genau wie bei den anderen Faktoren ist es so, dass es Versionen gibt die dazu führen, dass bei viel Sport sehr schnell Energie aus den Reserven genommen wird und für den Sport verbraucht wird und bei anderen Variationen ist der Prozess weniger effektiv und langsamer.

  • Martina hat die perfekten Voraussetzungen, um durch Sport schnell abzunehmen
  • Sabrina ist genau das Gegenteil
  • Alina liegt irgendwo dazwischen

Das heißt also, dass die drei Damen unterschiedlich gut auf Sport reagieren und dasselbe gilt überraschender Weise auch für weniger Essen. Wenn ich die Kalorien auf unter meinen Grundumsatz reduziere, also weniger esse als ich verbrauche, muss ich ja trotzdem Kalorien verbrauchen, aber der Abnehm-Effekt ist von Person zu Person unterschiedlich. Wir sehen auch hier wieder unterschiedliche Effektivität von derselben Maßnahme. Es gibt Gene, die es besonders schnell und effektiv machen und Gene, die es ineffektiv machen. Zu der Eigenschaft wie gut Sport funktioniert, kommt dann auch noch hinzu, wie gut weniger Essen funktioniert. Jeder Mensch ist hier vollkommen unterschiedlich.

Wenn wie bei der ersten Person Sport mäßig effektiv und weniger Essen sehr effektiv ist, ist die optimale Verteilung um abzunehmen oder das Gewicht zu halten, ein mäßiges Sportprogramm und ein starkes Kalorienreduktionsprogramm. So haben wir den Fokus auf das gesetzt, was gut funktioniert und die Intensität des anderen reduziert.

Genau andersherum kann es bei Personen sein, wo Sport die beste Technik ist und weniger Essen weniger effektiv ist. Das Verhältnis ist also andersherum und je nach Verhältnis gibt es eine optimale Verteilung.

Das ist genau das, was wir mit den genetischen Informationen machen können. Wir finden heraus was am besten funktioniert und machen mehr davon. Dadurch gibt es schnellere Erfolge, mehr Motivation und bessere Ergebnisse.

Welche Fragen kann eine Genanalyse beantworten?

Eine Genanalyse kann Fragen beantworten wie:

  • Soll ich viel Sport machen und ein bisschen weniger essen?
  • Soll ich wenig Sport machen und deutlich weniger essen?

Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten und durch die Genanalyse wissen wir, was am effektivsten ist. Die Gewichtung zwischen Sport und Essen stellen wir mit Kalorien dar. Es werden Kalorien zugewiesen und die Person sollte beispielsweise 133 Kalorien pro Tag durch Sport verbrennen und 717 Kalorien durch weniger Essen einsparen.

Wir wissen nun bereits, wie viel Sport gemacht werden sollte und wie viel weniger eine Person essen sollte, es kommt aber noch ein weiterer Faktor hinzu. Es ist eine Frage, vor der jede Person steht, wenn sie gerne abnehmen möchte.

  • Sollte ich eine Low Carb Diät probieren?
  • Oder sollte ich genau das Gegenteil machen und eine Low Fat Diät probieren?

Auch hier wissen wir aus dem Verhältnis der Fett- und Kohlenhydrat-Empfindlichkeit, was am effektivsten ist. Wenn ich beispielsweise fettempfindlich bin, wäre eine Low Fat/High Carb Diät für mich optimal. Wenn ich unempfindlich gegen Kohlenhydrate bin, wäre eine Low Carb Diät natürlich deutlich weniger effektiv. Die richtige Verteilung, das wissen wir aus Studien, können wir aus der Genetik ableiten und wissen dann wie viele Kohlenhydrate, Fett, Eiweiß usw. die Person pro Tag im Verhältnis zueinander zu sich nehmen sollte.

Das heißt wir machen mehr Sport und essen weniger und das was wir essen, ist nur das, was uns weniger übergewichtig macht. Das zusammen macht die Effektivität des Programms aus.

Vergleich Genetik gegen Nicht-Genetik

Wenn wir eine Person, die keinen Gentest gemacht hat mit einer Person, die einen Gentest gemacht hat vergleichen, kann zum Beispiel folgendes passieren:

Die Person hat folgende genetische Veranlagungen:

  • Sport sehr effektiv
  • wenig Essen weniger Effektiv,
  • Kohlenhydratempfindlich.

Die Person ohne Gentest würde meinen, dass sie lieber weniger Sport macht und dafür viel weniger isst. Aus der Genetik wissen wir, dass gerade Sport effektiv gewesen wäre und weniger Essen weniger effektiv. Die Person hätte zwar abgenommen, aber deutlich weniger und mit langsameren Ergebnissen als wenn die Person über die Genetik gewusst hätte, dass viel Sport und nur etwas weniger Essen viel effektiver ist.

Der nächste Punkt ist, dass die Person sagt das Fett zu Übergewicht führt und daher eher eine fettarme Ernährung vorzieht, jedoch ist die Person kohlenhydrateempfindlich. Es ist also die falsche Diät. Es wird zwar zweifelsfrei auch zu einem Gewichtsverlust führen, aber deutlich weniger. Die Person mit der Genanalyse weiß, dass die kohlenhydratarme Ernährung die richtige ist.

Das Ergebnis wäre dann bei der Person ohne Gentest beispielsweise eine Gewichtsabnahme von 5 kg und bei der Person mit Gentest 12.5 kg

Wir wissen durch ein Experiment, dass mit einem unserer an die Gene angepassten Programm der Erfolg mit dem selben Aufwand 2.5 Mal besser ist. Natürlich kann man keinen Gentest machen und dann den ganzen Tag auf der Couch sitzen und Pizza essen. Es ist nach wie vor ein Programm, bei dem man sich mehr bewegt und weniger isst, durch die Genanalyse können wir den Ablauf aber genau präzisieren.

Die 8 Gene, die für diese Auswirkungen verantwortlich sind:

Das hier sind die Gene, die wir analysieren. Für Laien haben wir sie links Gewicht+Gen 1-8 genannt. Es sind acht Genvariationen, die für die beschriebenen Effekte verantwortlich sind. Für diejenigen die es interessiert, ist der wissenschaftliche Name auch angegeben. FABP2 ist der wissenschaftlicher Name und die 'rs' Nummer, ist die genaue Bezeichnung für die Genvariation, die wir analysieren. In der dritten Spalte steht so wie auch in den Berichten, das Laborergebnis.

Für Laien kann man das so erklären, dass es in etwa wie eine Blutuntersuchung ist. Es kommt ein gewisser Wert raus und man muss den erst richtig interpretieren, damit man weiß was er bedeutet. Das Laborergebnis ist also G/G, C/C, A/G, C/G, usw. Das sind die genetischen Buchstaben, die an der Position sitzen, die wir analysieren.

Welche Aussagen lassen sich durch Gene machen?

Aus diesen Genen können wir einige Informationen herausfinden. Es wird alles diagrammatisch dargestellt, zu sehen ist ein Ausschnitt aus einem Bericht.

Führen Kohlenhydrate bei Ihnen zu Übergewicht?

Der Pfeil zeigt genau die Position an, an der sich die Person befindet. Diese Person ist zum Beispiel kohlenhydratempfindlich.

Führt Fett bei Ihnen zu Übergewicht?

Relativ wenig.

Wie stark ist bei Ihnen der Jo-Jo Effekt?

Es ist so, dass wenn man erfolgreich abgenommen hat und dann wieder in alte Gewohnheiten zurückfällt, das Gewicht irgendwann wieder das alte sein wird. Die Geschwindigkeit in der das Ganze passiert, ist jedoch von Person zu Person unterschiedlich. Manche brauchen relativ lange, bis sie wieder beim Ausgangsgewicht sind und manche nehmen relativ schnell wieder zu. Diese Person hat beispielsweise einen starken Jo-Jo Effekt. Für diese Person ist langanhaltende Disziplin also deutlich wichtiger als für Personen, die im grünen Bereich liegen.

Wird bei Ihnen vermehrt Fett um die Organe abgelagert?

Es ist das sogenannte viszerale Fett. Es gibt Fett das sich an den Hüften oder an verschiedene Stellen des Körpers anlagert und Fett was sich im Bauchinneren um die Organe anlagert, dieses Fett ist besonders metabolisch aktiv. Das heißt es hat einen negativeren Einfluss auf die Gesundheit, als Fett an anderen Stellen. Hier ist es gesundheitlich auch wichtiger ein optimales Gewicht zu halten.

Wie viel Muskelmasse verlieren Sie durch eine Kalorienreduktion?

Wenn man zu wenig Energie zu sich nimmt, holt der Körper sich Energie aus den Speichern und baut dabei auch Muskelmasse (Muskelproteine) ab. Bei manchen Menschen ist es besonders drastisch und bei anderen weniger.

Es gibt auch Verhaltensunterschiede von Genen. Das ist sehr interessant. Zum Beispiel das Hungergefühl: Unser Körper hat nichts im Darm und die Energie geht ihm aus, also beginnt er das Hungergefühl zu aktivieren. Sobald die Nährstoffe in den Dünndarm gelangen, beginnt der Körper langsam ein Sättigungsgefühl zu entwickeln. Bei manchen Menschen geht dies schneller und intensiver als bei anderen. Personen mit einem schwachen Sättigungsgefühl tendieren eher dazu, sich zu überessen. Die Intensität des Hungers- und Sättigungsgefühl wird von Genen beeinträchtigt. Bei dem selben Hunger leiden manche Menschen mehr daran als andere, weil sie einfach den Hunger stärker spüren.

Wenn man 100 Menschen nehmen und vor einem Buffet mit allen möglichen Nahrungsmittel stellen würde und Ihnen die Wahl gibt, zu essen was sie essen möchten, dann werden bei Personen mit einer bestimmten Genvariation signifikant mehr Kalorien auf dem Teller liegen. Die Personen werden durch eine Genvariation dazu bewegt, dass sie kalorienreiches Essen besser finden als kalorienarmes. Sie werden also von Ihren Genen ohne es zu Wissen vom Geschmack her dazu verleitet, bestimmte Nahrungsmittel zu bevorzugen. Leider sind das eben die kalorienreichen. Es ist auch so, dass eine Genvariation dazu verleitet öfters kleine Snacks zu essen.

Wir können das auslesen und Personen diese Informationen geben. Zum Teil können wir das in das Programm einfließen lassen und zum Teil die Personen aufklären, welche Tendenzen sie haben. Das sind also die Informationen, die wir aus einer Genanalyse herauslesen können. Wir erfahren wie der Körper gebaut ist und welche genetischen Tendenzen bestehen.

Die Frage ist nun, was wir aus dem Wissen machen. Wenn wir keinen Strategieplan damit erstellen, dann war die Genanalyse umsonst.

Strategie-Analyse

Welches Verhältnis zwischen Fett und Kohlenhydraten ist für Sie am besten?

Wir wissen zum Beispiel, dass diese Person besonders empfindlich gegenüber Kohlenhydrate und unempfindlich gegenüber Fett ist. Daher befindet sich bei dieser Person der Pfeil im grünen Bereich. Weniger Kohlenhydrate und mehr Fett, ist bei dieser Person die richtige Strategie. An dieser Stelle wird oft gefragt, was mit Proteinen/Eiweiß ist. Wir bekommen durch unsere Ernährung die Kalorien aus besonderen drei Quellen: Fett, Kohlenhydrate, Eiweiß. Aus diesen Quellen erhalten wir den Großteil unserer Kalorien.

Jetzt stellt sich die Frage, warum das nicht in dieser Skala ist. Der Grund ist folgender: wir wissen das bestimmte Genvariationen beeinflussen, wie wir auf Fett und Kohlenhydraten reagieren. Bis jetzt haben wir noch keine wissenschaftliche Entdeckung gemacht, dass irgendwelche Gene den Einfluss von Eiweiß auf das Übergewicht beeinflussen. Soweit wir bisher wissen, reagieren alle Menschen auf Eiweiß gleich. Deswegen wird bei diesem Programm das Eiweiß über alle verschiedenen Genvariation konstant gehalten und es wird nur die Menge an Fett und Kohlenhydrate anhand der Gene individuell angepasst.

Welches Verhältnis zwischen Sport und Kalorienreduktion ist für sie am besten?

Wenn man eher im Bereich Sport liegt, sollte man auch viel Sport machen, weil es sehr schnell zu Ergebnissen führt. Bei dieser Person ist es relativ mittig, aber tendiert mehr in Richtung Kalorienreduktion. Die Person sollte also ein mäßiges Sportprogramm und ein intensiveres Kalorienprogramm machen, weil diese Kombination einfach am effektivsten ist. Es ist niemals der Fall, dass gar kein Sport oder gar keine Kalorienreduktion im Programm vorkommt. Es ist immer ein leichtes Basisprogramm an Sport oder Kalorien dabei, aber die Gewichtung schiebt sich hin und her.

Es ist für eine Person, die denkt das sie durch Sport am effektivsten abnehmen kann, aber in Wirklichkeit Sport eine kleinere Rolle spielt demotivierend, wenn sie besonders viel Sport macht. Meistens freuen sich diejenigen die nicht so gerne Sport machen, dass ihr Sportprogramm ein eher leichtes ist und sie eine intensivere Kalorienreduktion machen müssen.

Welche Form von Sport ist für sie mehr geeignet um Muskeln zu erhalten?

Ich habe vorher schon erklärt, dass es eine Genvariation gibt, die steuert wie viel Muskelmasse ich verliere, wenn ich weniger Kalorien zu mir nehme. Wenn man einen hohen Muskelmasseverlust hat, sollte man besonders mit Kraftsport (Muskelaufbausport) dagegen wirken. Je nach dem ob ich viel oder wenig Muskelmasse verliere, sollte ich mehr Kraft- oder Ausdauersport machen. Diese Person liegt im mittleren Bereich. Ein gutes Verhältnis zwischen Ausdauersport und Muskelaufbausport ist folglich bei dieser Person optimal.

Wie viele Mahlzeiten sollten Sie pro Tag essen, um Hunger zu minimieren?

Wir haben bereits gelernt, dass manche Menschen besonders durch Hunger geplagt werden oder ein schwaches Sättigungsgefühl haben. Wenn Sie lange nichts essen, leiden sie viel mehr als andere und wenn sie was essen, setzt das Sättigungsgefühl erst später ein und sie tendieren dazu mehr Kalorien zu essen.

Um hier entgegenzuwirken, werden drei Mahlzeiten (Frühstück, Mittagessen, Abendessen) pro Tag als ausreichend angesehen. Die Perioden dazwischen stellen für Personen mit geringen Hungergefühl kein Problem dar. Für die Personen, die besonders bei einer Kalorienreduktionsdiät unter Hunger leiden, werden fünf kleinere Mahlzeiten empfohlen.

Wir finden also heraus, ob eine Person ein starkes Hungergefühl hat und wirken dann mit mehreren kleineren Mahlzeiten dagegen. Es sollte allerdings einfach als eine Richtlinie gesehen werden. Manche Menschen haben nicht die Zeit fünf Mal am Tag zu essen und finden es auch nicht wichtig. Wir empfehlen es zwar, aber wenn eine Person sagt, sie will lieber nur drei Mal am Tag essen, obwohl sie fünf Mal am Tag sollte, dann ist das gar kein Problem. Bei der Beratung würde ich das auch deutlich darstellen.

Wir wissen wie der Körper gebaut ist, welche Strategien wir daraus ableiten und wie viel wir von was machen.

Struktur des Programms

Das Programm soll die Personen durch das Programm leiten und helfen dieses umzusetzen.

Es besteht aus drei verschiedenen Phasen:

  1. Abnehm-Phase (Gewicht verlieren)
  2. Anpassungsphase (Kalorien langsam erhöhen)
  3. Stabilitätsphase (Gewicht halten)

Wir finden Informationen heraus, die in den Genen stehen und daher ein Leben lang gültig sind. Dieses Programm ist also ein Leben lang anwendbar.

Ernährung flexibel planen

Das Artikel-System

Ein Nahrungsmittel wirkt auf unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Genen anders. Milchreis ist zum Beispiel ein kohlenhydratreiches, fettarmes Nahrungsmittel und Speck ist kohlenhydratarm und fettreich. Es sind also zwei grundlegend unterschiedliche Nahrungsmittel, die auf eine fettempfindliche Person einen unterschiedlichen Effekt haben. Das heißt, dass die fettempfindliche Person deutlich mehr Milchreis als fettige Speisen essen kann, um den selben Zunehmeffekt davon zu bekommen. Bei einer kohlenhydratempfindlichen Person ist es genau andersherum. Sie verträgt fetthaltige Nahrungsmittel deutlich besser. Abhängig von der Genetik wirken Nahrungsmittel auf den Körper also unterschiedlich.

Es gibt verschiedene Arten, wie man die Ernährung planen kann. Wir haben verschiedene Möglichkeiten und ich würde diese verschiedenen Möglichkeiten dem Kunden auch präsentieren.

Option1: Das Artikel-System – Menü selbst zusammenstellen

Es hat den Vorteil, dass es sehr flexibel ist. Man kann aus 1100 Nahrungsmittel auswählen, was man genau essen möchte. Es ist sehr effektiv, weil es sehr genau ist, allerdings ist es etwas aufwendiger. Man muss sich aus der Liste die einzelnen Nahrungsmittel heraussuchen, um sich die Ernährung selber zusammenzustellen. Manche Kunden sind sehr genau und stellen sich die Nahrungsmittel gerne zusammen.

Ich erkläre kurz wie das funktioniert: Im hinteren Teil des Booklets gibt es eine Liste mit 1100 verschiedenen Nahrungsmitteln, die einen Balken haben der von grün bis rot geht. Jedes Nahrungsmittel gilt als ein Artikel bzw. eine Portion. Wie bereits gesagt, wirkt ein bestimmtes Nahrungsmittel unterschiedlich auf Personen. Für mich kann eine Clementine einen anderen Effekt haben, als für eine andere Person. Wenn diese Nahrungsmittelliste auf meine Gene abgestimmt wäre würde es so aussehen, dass ich von 15 g Rosinen den selben Zunehm-Effekt haben würde, wie von 110 g Clementinen. Hier sind die Nummer, die mir genau sagen wie viel ein Artikel für mich darstellt. Das gibt es für alle Nahrungsmittel in dieser Liste.

Wenn eine Nahrungsmittel eine falsche Kalorienverteilung hat, dann wird die Menge des Nahrungsmittels in unserem Programm automatisch so reduziert, dass es auf den ganzen Tag gesehen kaum mehr einen Einfluss hat.

Wenn ein Nahrungsmittel genau die richtige Verteilung hat, dann wird automatisch die Portionsmenge erhöht. Wenn man dann die kleinen falschen und die großen richtigen Portionen zusammenzählt, bekommt man am Ende die richtige Kalorienverteilung.

Beispiel einer Artikelempfehlung

Wir teilen Nahrungsmittel in Artikel auf, weil man so die Möglichkeit hat, sich selber aus der Liste einen Ernährungsplan zusammenzustellen.

In diesem Beispiel darf man während der Abnehmphase 12 Artikel zu sich nehmen. Man geht dann also durch die Liste und sucht sich 12 Artikel aus. Damit man satt wird ist es klug, die Artikel mit den grünen Balken und großen Portionen zu wählen. Aus diesen 12 Artikeln stellt man sich die Mahlzeiten zusammen, die man über den Tag verteilt einnimmt.

Wenn man sein Wunschgewicht erreicht hat, also beispielsweise 5kg abgenommen hat, dann geht man über in die Anpassungsphase. In dieser Phase sollte man nur langsam die Kalorienzahl erhöhen und in der ersten Woche 15 Artikel auswählen. In der zweiten Woche dann 18 Artikel und am Ende in der Stabilitätshase 20 Artikel aussuchen.

Auf diese Art wird genau sichergestellt, dass ich einmal die richtige Verteilung von Fett und Kohlenhydrate zu mir nehme und zum anderen, dass ich nicht zu viele Kalorien zu mir nehme. Das alles wird durch diese Artikel von selbst gesteuert und auch das nicht nicht zunehme, wenn ich in die Stabilitätsphase übergehe, weil ich auf einmal meine Ernährung umstelle. In der letzten Zeile sehen Sie, wie viele Mahlzeiten aufgrund des Hunger- und Sättigungsgefühls empfohlen werden.

Jetzt habe ich also den Richtwert: zum Beispiel bin ich in der Anpassungsphase Woche 1 und sollte 15 Artikel zu mir nehmen. Wie kann das funktionieren?

Ich stelle mir zum Beispiel 1x Hähnchen, 3x Brötchen und 2x Tomaten als Mittagessen zusammen. Wenn ich 5 Mahlzeiten pro Tag habe, muss ich die 15 Artikel entsprechend aufteilen, dass ich zwischendurch Snacks essen kann. Bei drei Mahlzeiten teile ich es auf fünf Artikel pro Mahlzeit auf. Es ist wichtig, dass man bei mehr Mahlzeiten nicht mehr Artikel aufbraucht.

Ich suche mir also die Nahrungsmittel raus, habe die Zahlen wie viel ich davon essen darf und stelle mir meinen Ernährungsplan zusammen.

In dem Programm gibt es eine Tabelle, in dem man beispielsweise beim Frühstück eingeben kann das der erste Artikel ein Apfel (150 g) ist, der zweite Artikel ein Glas Orangensaft (100 ml) ist usw. Diese Tabelle kann man kopieren und sich mehrfach ausdrucken.

Option 2: rote und grüne Balken beachten

Die zweite Möglichkeit ist, sich nur an die roten und grünen Balken zu halten. Das machen viele Kunden, die sich nicht so viel Zeit nehmen möchten, um den Plan zusammenzustellen. Es ist eine sehr einfache, schnelle und flexible Methode. Bei 1100 Nahrungsmitteln findet jeder etwas, was im grünen Bereich liegt und ihm schmeckt. Es gibt zwar viel Flexibilität, aber es ist weniger effektiv, weil die Mengen nicht beachtet werden. Unsere Kunden haben mit dieser Methode zwar trotzdem gute Erfolge, aber es ist eine Spur weniger effektiv als das Artikel-System.

Das ganze funktioniert so, dass ich einfach schaue welche Nahrungsmittel im grünen und welche im roten Bereich liegen und esse dann mehr, von den Nahrungsmitteln im grünen Bereich. Es ist also eine ganz einfache Möglichkeit, seine Ernährung umzustellen. Man lernt dadurch was man essen darf und auf Dauer macht dieses Wissen es einfacher, das Gewicht zu halten.

Zu sehen sind ein paar Ausschnitte. Die Liste geht über mehrere Seiten und man sieht dann einfach bei jedem Nahrungsmittel, ob es im roten oder grünen Bereich liegt.

Option 3: vorgefertigte Menüvorschläge

Vorgefertigte Menüvorschläge haben den Vorteil, dass die Benutzung sehr einfach ist, allerdings bieten sie weniger Flexibilität. Zwischen 5-8 verschiedene Tagesmenüs sind in dem Programm enthalten. Es gibt es die Möglichkeit ein Rezeptbuch mit über 40 Tagesmenüs zu bestellen. Man ist natürlich eingeschränkt auf die Sachen, die in den Tagesmenüs empfohlen werden. Der Vorteil ist aber, dass sie perfekt auf die Mengen einstellt sind. Man bekommt die perfekte Kalorienverteilung und Menge an Kalorien und nimmt dadurch sehr effektiv ab.

Der Tagesplan besteht aus Frühstück, Mittag und Abendessen und man sieht wie viel man in den Phasen essen darf. Es ist also für alle Phasen geeignet und man muss einfach nur schauen, wie viel man wovon essen darf. Der Plan ist auf drei Mahlzeiten ausgelegt, aber wenn man auf fünf Mahlzeiten besteht, hat man am Ende noch eine Liste von Snacks mit einer niedrigen Kalorienzahl für zwischendurch.

Option 4: DNAnutriControl Portal – Ernährung online planen

Das DNAnutriControl Portal ist eine Internetseite, auf der man sich anmelden und seine genetischen Ergebnisse angeben kann. Das Programm rechnet dann automatisch aus, wie viel man von den Nahrungsmitteln essen darf und erstellt ein auf die richtige Verteilung angepasstes Zufallsmenü.

Es gibt einem sehr viel Flexibilität und ist sehr einfach. Mann kann einzelne Nahrungsmittel löschen, aus einer deutschen Datenbank aus 150.000 Nahrungsmittel wählen und Markenprodukte hinzufügen. Wenn ich ein spezifisches Produkt wie beispielsweise Fischstäbchen einfüge, was aber nicht optimal für meine Kalorienverteilung ist, werden alle anderen Nahrungsmittel an diesem Tag umgerechnet, um das auszugleichen. Es ist also sehr effektiv, weil es während der Menüanpassung automatisch nachrechnet und ist sehr einfach und flexibel.

Das ganze findet man unter DNAnutriControl. Es gibt ein extra Video, was die Funktionen und Verwendung beschreibt, daher gehe ich in diesem Kapitel nicht zu sehr darauf ein. Man hat die Möglichkeit aus 1.500 Zutaten, 150.000 Markenartikeln, 800 Rezepten mit automatisch angepassten Zutaten zu wählen. Es lohnt sich also dieses Programm zu verwenden und es ist sehr einfach zu bedienen.

Wie kann man den Sport planen?

Wir wissen aus der Genanalyse auch, wie viel Sport eine Person machen sollte. Das funktioniert so, dass in den Booklet Tabellen mit verschiedenen Sportarten zu sehen sind, die alle verschiedene Kalorienverbrennungswerte haben. Für viele Menschen ist es nicht realisierbar jeden Tag Sport zu machen, sie können dann auch nur drei Mal in der Woche Sport machen und dafür jeweils mehr. Beispielsweise sollte eine Person im Durchschnitt 158 Kalorien pro Tag verbrennen sollte. Diese Person ist in einem Sportstudio angemeldet geht dort drei Mal in der Woche hin. Sie müsste dann drei Mal für 38 Minuten auf den Fahrrad-Trainer trainieren, um genau auf die durchschnittliche Kalorienverbrennung zu kommen. Man kann also aus den verschiedenen Sportarten wählen und sie auch kombinieren und sich so sein eigenes Sportprogramm zusammenstellen.

Es gibt in dem DNAnutriControl Programm verschiedene Versionen. Es gibt spezifisch für Sportstudios, Apotheken, Ernährungsberater, für Zuhause und für die medizinische Anwendung optimierte Versionen. Je nach dem welche Version gewählt wird, sind unterschiedliche Sportarten und Möglichkeiten aufgezeigt.

In DNAnutriControl Fitness sind nur Möglichkeiten für Sportstudios aufgezeigt, damit man im Sportstudio das richtige Programm zusammenstellen kann. In der Home Variante sind es Sportarten wie Joggen und alle möglichen Freizeitsportarten, die man machen kann. Es ist je nach Version, genau auf die Verwendung zugeschnitten.

In dem Programm habe ich eine Tabelle, über die ich verschiedene Sportarten einbauen kann. Wenn ich sage, dass ich drei Mal die Woche das Fahrradtraining mache, dann kann ich am Montag, Mittwoch und Samstag die 38 Minuten einzeichnen.

Einfacher geht es wiederum im DNAnutriControl Portal. Wenn man sich dort anmeldet hat man einen Abschnitt, wo man sein Sportprogramm planen kann. Es ist sehr flexibel, weil man an verschiedenen Tagen die Sportarten eintragen und die Länge erhöhen und senken kann. Außerdem sieht man wie viele Kalorien man bereits verbrannt hat und was der Zielwert ist und kann so das Sportprogramm genau planen.

Was Sport betrifft, kommen wir jetzt noch zu einem wichtigen Punkt. Es ist so, dass die Gene bei einer Kalorienreduktion beeinflussen, wie viel Muskelmasse ich verliere und man sollte mit einem Muskelaufbautraining (Kraftsport) entgegenwirken. Wenn durch die Gene also ein hoher Muskelmasseverlust besteht, braucht man mehr Kraftsport und weniger Ausdauersport. Bei wenig Muskelmasseverlust reicht viel Ausdauersport und wenig Kraftsport. Man sollte also bei der Auswahl der Sportarten berücksichtigen, ob man mehr Kraft- oder Ausdauersport inkludieren sollte.

Ende des Kapitels 2: Die Genetik von Übergewicht


Powerpoint-Folie zum Download

DNAnutriControl Gewicht Beratungsbeispiel

Kapitel 3

Schulungsvideo

Lernen Sie, wie Sie richtig zur DNAnutriControl Genanalyse beraten.

Gesprochener Text des Videos

Kapitel 3: Beratungsbeispiel: DNC Gewicht

Die Beratung wird ungefähr so ablaufen, dass Sie ein hochwertig gedrucktes Booklet in Form eines Softcover Buches bekommen. Sie schlagen es dann einfach die Seite 1 auf und gehen es Schritt für Schritt mit dem Kunden durch.

Gleich am Anfang werden Sie eine Zusammenfassungsseite sehen. Ich empfehle generell, diese am Anfang zu überspringen. Es ist eine Zusammenfassung von dem, was im Booklet steht und man kann es sich später anschauen. Man sieht dort am Anfang schon:

  • ob die Person empfindlich auf Kohlenhydrate ist.
  • welche Kohlenhydrate-, Fett- und Eiweißverteilung laut den Genen optimal ist.
  • was das empfohlene Sportprogramm zum Abnehmen ist. In diesem Fall sind es 158kcal pro Tag.
  • die tägliche Kalorienreduktion laut Genen, also wie viele Kalorien die Person pro Tag zum Abnehmen reduzieren sollte.
  • das Sportprogramm zum Gewicht Halten. Es ist so, dass zum Abnehmen ein relativ intensives Sportprogramm benötigt wird und es zum Gewicht Halten deutlich einfacher und weniger drastisch ist. Dadurch ist es auch langfristig durchhaltbar.
  • empfohlene Mahlzeiten pro Tag. In diesem Fall sind es drei Mahlzeiten, es kann aber bis zu fünf Stück gehen.
  • den Kalorien-Tagesbedarf für ein stabiles Gewicht. Das ist der Grundumsatz ohne Sport. Der ist entweder aus Körpergröße, Gewicht, Geschlecht usw. errechnet oder er wurde bei der Bestellung bereits angegeben, in dem Fall, dass der Grundumsatz bei der Person schon vorher gemessen wurde.

Dann gibt es die Information, wie viele Artikel die Person für die Anpassungsphase und für die Stabilitätsphase braucht. Wie bereits gesagt, würde ich diese Seite aber erst überspringen und sagen, dass es eine Zusammenfassung der Sachen ist, die später im Booklet stehen.

Dann kommt man zu dieser Seite. Hier sieht man die acht analysierten Gene des Programms. Für Laien sind sie einfach als Gewicht-Gen 1-8 durchnummeriert. Die wissenschaftlichen Namen finden Sie in dieser Spalte. So heißen die Gene wissenschaftlich korrekt und die RS Nummern sind die genauen Bezeichnungen, für die Genvariationen, die wir analysieren. Ganz rechts sieht man das Laborergebnis. Das ist etwas, wo Menschen oft fragen was es bedeutet. Es ist etwas schwer zu verstehen, ohne ein Genetik-Studium. Ich würde es so darstellen, dass es ähnlich wie bei einem Bluttest ein bestimmter Wert ist und dieser Wert muss erst wissenschaftlich korrekt interpretiert werden, damit wir irgendwelche Informationen daraus gewinnen können. Die Laborergebnisse sind also tatsächlich die genetischen Buchstaben im genetischen Code, an der Stelle der Genvariation. Die G's und C's sind einfach genetische Buchstaben, die wir an den Stellen gefunden haben. Was es jetzt wirklich bedeutet, ist relativ schwer zu sagen. Ich würde einfach sagen, dass es das Laborergebnis ist und was es wirklich bedeutet, findet man auf den nächsten Seiten.

Noch ein paar Hintergrundinformationen. Wir sind mit den wissenschaftlichen Informationen sehr offen, das ist eines unserer Merkmale. Wir legen offen, welche Gene wir analysieren, was die genetischen Ergebnisse sind und aufgrund von welchen Wissenschaften, wir auf unsere Aussagen kommen. Das gibt Kritikern extern die Möglichkeit, zu überprüfen was wir sagen. Sie können in der wissenschaftlichen Literatur nachschauen, ob ein Gen wirklich diese Auswirkung hat. Ein anderes Labor kann unser Ergebnis prüfen. Wenn sie sauber arbeiten, müssten sie bei dem Laborergebnis auf genau das selbe Ergebnis kommen. Wir legen also alles offen und es kann von externen Experten ebenfalls ausgewertet werden.

Noch eine Information: Dadurch das wir acht Gene testen, gibt es über 6.000 verschiedene Ergebnismöglichkeiten. Das heißt, dass Programm ist hochgradig individuell. Kaum eine Person hat das gleiche Programm, wie eine andere Person. Eine Ausnahme sind eineiige Zwillinge. Sie haben genau die selben Gene, das gleiche Alter und das gleiche Geschlecht und werden daher ein identisches Programm bekommen. Deswegen würde ich bei eineiigen Zwillingen so fair sein und sagen, dass wenn beide das Programm nutzen möchten, sollte einer das Programm machen und beide können dann die Anweisungen befolgen.

Es gibt über 6.000 verschiedene Ergebnismöglichkeiten. Bei manchen Mitbewerbern wird man in 4-6 verschiedene Schubladen gesteckt, aber bei uns sind es sehr personalisierte Ergebnisse, die einen direkten Einfluss auf das Programm haben.

Ihre genetische Neigung zu Übergewicht

Aus der Wissenschaft wissen wir, dass etwa 60-80 % des Übergewichts genetisch bedingt ist, also von Genen abhängig ist und vererbt wird. Das heißt ein großer Anteil der Menschen kommen mit einer Veranlagung für Übergewicht auf die Welt und das macht einen großen Teil aus, warum sie übergewichtig sind. Einen Teil davon analysieren wir hier.

Das heißt, diese Gene sind für alle Eigenschaften, die wir gemessen haben, zuständig und geben auch eine Veranlagung zu Übergewicht. Es kann also „hoch“ im roten Bereich sein, wenn alle Gene eine starke Veranlagung zu Übergewicht auslösen oder es kann „niedrig“ sein, wenn man bei allen Genen vor der Veranlagung zu Übergewicht geschützt ist. Diese Person befindet sich hier mit dem Pfeil in der Mitte. Das Übergewicht ist also zum Teil durch die Genetik und zum Teil durch den Lebensstil zu verantworten.

Es gibt natürlich verschiedene Ergebnismöglichkeiten. Ist das Ergebnis hoch, dann heißt das, dass die Genetik zum größten Teil daran schuld, dass man übergewichtig ist. Es ist ein sehr beliebtes Ergebnis, weil es einfach zeigt es ist nicht nur der Lebensstil, sondern die Gene geben der Person schon eine schwere Zeit, das Gewicht zu halten. An dieser Stelle sollte beraten werden, dass die genetische Neigung hoch ist, aber das wir durch die Genanalyse jetzt wissen, wie die Gene die Veranlagung auslösen (zum Beispiel durch hohe Fettempfindlichkeit) und wir können diese Information jetzt aushebeln, neutralisieren und umgehen. Dadurch wissen wir, wie wir die Veranlagungen reduzieren können.

Dann gibt es die Möglichkeit, dass das Ergebnis sehr niedrig ist. Wenn die Person dennoch übergewichtig ist, kann man sagen es ist eigentlich ein gutes Ergebnis, denn die Gene geben der Person die vollkommene Möglichkeit schlank zu sein und nur der Lebensstil ist falsch gestaltet. Wenn wir den Lebensstil korrigieren und an die Gene anpassen, dann steht genetisch nichts im Weg, ein optimales Gewicht zu erreichen und auch zu halten.

Es gibt auch Personen, die sagen sie haben eine niedrige Veranlagung aber sind übergewichtig. Es heißt natürlich auch, dass der Lebensstil eine wichtige Rolle spielen kann. Wenn man in einem Umfeld aufwächst, in dem ein Kleinkind belohnt wird, wenn es die Portion eines Erwachsenen essen kann und ständig fettige Nahrungsmittel zu sich nimmt, dann wird es natürlich zu Übergewicht führen können, selbst wenn die Gene optimal sind.

Das heißt auch wenn die ganze Familie übergewichtig sein sollte, kann das Ergebnis sein, dass die genetische Neigung niedrig ist und das Umfeld einfach zu stark gegen die Gene gearbeitet hat.

Dann kommt man zu dieser Übersicht. Hier ist es Ihnen überlassen, ob Sie die Ergebnisse an dieser Stelle erklären. Es ist wiederum eine Übersicht aller genetischen Eigenschaften. Sie können es überfliegen und gehen dann später nochmal zu den Seiten, wo jeder dieser einzelnen Balken noch einmal extra erklärt wird.

Ich werde jetzt einfach die ganzen Veranlagungen hier erklären:

Führen Kohlenhydrate bei Ihnen zu Übergewicht?
In diesem Fall ist der Pfeil bei „SEHR“, im roten Bereich. Das heißt laut der Genetik, führen Kohlenhydrate sehr stark zu Übergewicht und sollten in dem Fall gemieden werden.

Führt Fett bei Ihnen zu Übergewicht?
Der zweite wichtige Faktor bei der Ernährung ist natürlich, ob Fett bei Ihnen zu Übergewicht führt. Das ist in diesem Fall im grünen Bereich. Während Kohlenhydrate also ein großes Problem für Ihr Übergewicht sind, sind es Fette kaum. Das heißt eine kohlenhydratearme und fettreiche Ernährung, ist für diese Person durchaus geeignet.

Wie stark ist bei Ihnen der Jo-Jo-Effekt?
Es ist ja so, dass wenn man erfolgreich abgenommen hat und wieder in alte Gewohnheiten zurück fällt, dass man allmählich auch zurück zum Anfangsgewicht kommen wird. Bei manchen Menschen geht es langsamer und kann Monate oder Jahre dauern und bei anderen geht es sehr schnell. In diesem Fall ist der Pfeil im roten Bereich. Dieser Person muss also unbedingt geraten werden, dass wenn sie geschafft hat ihr Optimalgewicht zu erreichen, heißt es nicht, dass alles geschafft ist und sie wieder in alte Gewohnheiten zurückfallen kann. Für sie ist es ganz wichtig die Ernährung und den Lebensstil langfristig umzustellen und nicht nur kurzfristig, um Gewicht zu verlieren. Sie hat die Veranlagung, dass es sehr schnell wieder zum Anfangsgewicht kommen wird. Sie sollte also planen, ihr Leben langfristig umzustellen und nicht nur in den nächsten Wochen und Monaten auf bestimmte Sachen zu verzichten. Das ist für sie viel wichtiger, als für manche anderen Menschen.

Wird bei Ihnen vermehrt Fett um die Organe abgelagert?
Generell haben Männer mehr Fett um die Organe, daher kommt auch der dicke Bauch, wobei Frauen es öfters um die Hüften bekommen. Das Fett, das um die Organe im Bauchinneren abgelagert wird, ist viszerales Fett und metabolisch aktiv. Das heißt es hat auf den Stoffwechsel einen negativen Einfluss und ist deutlich ungesünder als beispielsweise Fett an den Hüften. Wenn man im roten Bereich liegt, ist es für Sie gesundheitlich deutlich wichtiger, ein optimales Gewicht zu erreichen, als für manche anderen.

Wie viel Muskelmasse verlieren Sie durch eine Kalorienreduktion?
Dazu gibt es eine interessante und traurige Geschichte. In Amerika in einem Gefängnis, haben Sträflinge einen Hungerstreik begonnen und sich dabei zu Tode gehungert. Darunter waren schlanke sowie auch übergewichtige Sträflinge. Auffällig dabei war, dass alle etwa zwei Monate ohne Nahrung gelebt haben und dann gestorben sind, die Schlanken sowie auch die Übergewichtigen. Der Grund ist folgender: wenn man hungert, holt der Körper sich natürlich die Energie aus den Reserven und baut Fettgewebe ab. Um Fett zu verwerten, braucht er aber auch bestimmte Aminosäuren, die er aus den Muskelproteinen gewinnt. Wenn der Körper also Fettgewebe abbaut, baut er auch Muskelgewebe ab. Bei den Übergewichtigen, sowie auch bei den Schlanken, war ungefähr gleich viel Muskelmasse zur Verfügung, die Übergewichtigen hatten jedoch mehr Fettgewebe.

Warum sie nach zwei Monaten gestorben sind war wirklich, weil das Muskelgewebe aufgebraucht war und das dann zum Tode geführt hat. Das heißt wenn wir Kalorien reduzieren und Fett aus den Speichern aufbrauchen, wird zweifellos auch Muskelmasse abgebaut, das kann man nicht vermeiden. Man muss dagegen wirken. Man kann mit Kraftsport die Muskeln gleichzeitig aufbauen und dieser Balken zeigt, wie stark der Verlust der Muskelmasse wirklich ist. Bei manchen wird wenig Muskelmasse verloren und man muss nur wenig mit Kraftsport dagegen wirken und kann viel Ausdauersport machen. Manche haben viel Muskelmasseverlust, wogegen man intensiv mit Kraftsport arbeiten sollte.

Zum nächsten Teil. Es gibt bestimmte Verhaltensmuster, die von der Genetik beeinflusst werden.

Wie intensiv ist Ihr Hungergefühl?
Tiere und Menschen sind biologisch so gebaut, dass wenn der Darm leer ist und die Energie nach unten geht, der Körper das Hungergefühl produziert. Der Körper steuert mit dem Hungergefühl, was sehr stark von den Genen beeinflusst wird, ob wir gerne Nahrung hätten oder nicht. Es gibt Genvariationen, die dazu führen, dass manche Menschen deutlich mehr Hunger spüren als andere. Sie spüren es stärker und leiden mehr darunter und so ähnlich ist es auch beim Sättigungsgefühl.

Wie intensiv ist Ihr Sättigungsgefühl?
Wenn wir etwas essen und die ersten Nährstoffe in den Dünndarm gelangen, beginnt der Dünndarm langsam dem Körper hormonell zu sagen, dass er satt ist. Dieses Sättigungsgefühl ist auch von den Genen gesteuert und beeinflusst. Bei manchen Menschen ist es besonders stark und bei manchen ist es relativ schwach. Die mit einem starken Sättigungsgefühl tendieren grundsätzlich dazu, dass sie ihre Mahlzeiten essen, irgendwann satt sind und liegen lassen, was noch auf dem Teller ist. Diejenigen mit einem besonders schwachen Sättigungsgefühl tendieren dazu immer von Hunger geplagt zu sein und besonders viel zu essen und relativ spät satt zu werden und sich dadurch zu überessen.

Die beiden Faktoren Hungergefühl und Sättigungsgefühl werden von Genen gesteuert und hier sieht man die relative Stärke oder Schwäche.

Tendieren Sie aufgrund Ihrer Gene dazu, kalorienreicher zu essen?
Es gibt eine Tendenz, besonders kalorienreich zu essen. Dazu hat es sehr interessante Studien gegeben. Wenn Menschen vor einem Buffet stehen und sich aussuchen können, was sie gerne essen würden, dann werden Menschen mit bestimmten Genen mehr Kalorien auf dem Teller haben, als Menschen mit anderen Genen. Die Gene können also beeinflussen Kalorienreicheres zu essen und das sollte Ihnen bewusst sein. Bei manchen Menschen ist die Tendenz stark erhöht und manche Menschen tendieren gar nicht dazu.

Tendieren Sie aufgrund Ihrer Gene dazu, Snacks zu essen?
Vielen Menschen ist es gar nicht bewusst, wie viele Snacks sie wirklich den ganzen Tag essen. Sie denken Sie essen wenig zu Frühstück, wenig zu Mittag, wenig zu Abend und sind trotzdem übergewichtig, aber sie vergessen den Kuchen, die Chips und den Schokoladenriegel hier und da. Es sollte Ihnen definitiv bewusst sein, wie viele Snacks Sie essen und wiederum gibt es Gene, die dazu verführen, öfters kleine Snacks zu essen.
In diesem Fall ist die Veranlagung positiv, die Tendenz ist also nicht gegeben.

Bei diesen zwei Punkten ist es wichtig sich drüber bewusst zu sein, dazu zu tendieren mehr Kalorien zu essen, als alle anderen und mehr Snacks zu essen, als alle anderen. Das sind also die Informationen, die wir aus den Genen auslesen können. Jetzt geht es darum, dass wir diese Informationen effektiv verwenden, um das Gewicht zu reduzieren.

Welches Verhältnis zwischen Fett und Kohlenhydraten ist für Sie am besten?In dem Fall ist die Person kohlenhydratempfindlich. Der Pfeil ist relativ weit bei „kohlenhydratarm“. Das heißt die Kohlenhydrate werden drastisch reduziert und das Fett kann erhöht werden, denn die Person ist nicht fettempfindlich. Die Eiweiße sind hier nicht angegeben. Wie ich in einer Schulung bereits erklärt habe ist es so, dass Gene zwar die optimale Verteilung zwischen Kohlenhydraten und Fett beeinflussen, aber die Wissenschaft kennt noch keine Gene, die beeinflussen, ob wir durch Eiweiße mehr oder weniger übergewichtig werden. Aus diesem Grund sind Eiweiße bei allen relativ stabil und nur Kohlenhydrate und Fette werden angepasst. Das heißt hier ist kohlenhydratarm und fettreich die optimale Ernährung.

Welches Verhältnis zwischen Sport und Kalorienreduktion ist für Sie am besten?
In dem Fall ist der Pfeil mehr in Richtung Kalorienreduktion. Das heißt es wird ein mäßiges Sportprogramm gemacht. Wir wissen, dass die Kalorienreduktion der Hauptfaktor sein sollte und ein leichtes Sportprogramm vollkommen ausreicht. Es kann auch genau andersherum sein, wenn Sport besonders effektiv und Kalorienreduktion weniger effektiv ist, dann können wir sagen, Sie haben Glück. Mit einem intensiven Sportprogramm können Sie ganz schnell Ergebnisse erzielen und Gewicht verlieren. Sie müssen auch nicht sonderlich hungern, denn für die Kalorienreduktion reicht ein leichtes Reduktionsprogramm.

Welche Form von Sport ist für Sie mehr geeignet, um Muskeln zu erhalten?
Das ist das, was ich bereits erklärt hatte. Je mehr Muskelmasse durch die Kalorienreduktion verloren geht, je mehr Kraftsport muss man machen. Hier ist am im mittleren Bereich. Befindet man sich hier, muss man versuchen hauptsächlich Kraftsportarten zu machen, um die Muskeln aufzubauen. Befindet man sich hier ist Ausdauersport ausreichend und man braucht nur leichten Kraftsport zu betreiben, um den Muskelmasseverlust zu stoppen.

Wie viele Mahlzeiten sollten Sie pro Tag essen, um Hunger zu minimieren?
Man muss beachten, dass dies eine Empfehlung ist. Wenn die Person besonders Hunger geplagt ist, dann sind die Perioden zwischen Frühstück und Mittagessen einfach unangenehm. Für Menschen mit einem schwachen Hungergefühl, ist es normalerweise kein Problem.
Wir empfehlen fünf Mahlzeiten, wenn das Hungergefühl besonders stark ist. Die selbe Menge an Nahrungsmitteln, aber auf fünf kleinere Mahlzeiten aufgeteilt, um die Hungerperioden zu minimieren und dadurch gegen die genetische Veranlagung des starken Hungergefühls vorzugehen. Es ist aber wie gesagt nur eine Empfehlung. Manche Menschen haben nicht die Zeit, fünf Mal am Tag zu essen, sondern nur drei Mal. Wenn Sie das lieber so machen, dann würde ich auch empfehlen es so zu machen. Wenn Sie merken, dass Sie zu hungrig sind, dann eben die Mahlzeiten auf Fünf aufteilen und sonst ist es auch OK, nur dreimal am Tag zu essen.

Wir wissen jetzt, was die Gene uns gesagt haben, was die richtigen Strategien sind und jetzt kommen wir zu dem Punkt „Ziele setzten“.

Zu dem Zeitpunkt, an dem die Genanalyse gemacht wurde, wurde angegeben wie viel Kilogramm das Gewicht war. Das wird dann auf dieser Seite stehen. Wenn sich das Gewicht etwas auf oder ab bewegt hat, hat das keinen großen Einfluss. Zum Zeitpunkt der Analyse waren wir bei 80 kg und dann haben wir das optimale errechnete Gewicht für Ihre Körpergröße. Hier sind das 69 kg. Wenn die Person beim Ausfüllen des Formulars kein Wunschgewicht angegeben hat, wird das Zielgewicht auch das optimale Gewicht sein. Wenn angegeben wurde, dass das Wunschgewicht 65 kg ist, wird es so als Zielgewicht stehen.

Es ist Ihre Aufgabe der Person mitzuteilen, dass wenn es ein unrealistisch niedriges Gewicht ist, es keine gute Idee ist, das Gewicht zu erreichen. Wir empfehlen das optimale errechnete Gewicht und hier steht dann, wie viel Kilo die Person plant abzunehmen. Diese Ziele gilt es also zu erreichen. Bis das Zielgewicht von 69 kg erreicht ist, befindet sich die Person in der ersten Phase – in der Abnehmphase.

Das sind die drei Phasen. Wenn die Person übergewichtig ist und abnehmen möchte, dann befindet sie sich in der Abnehmphase. Das Gewicht wird da relativ schnell nach unten gehen und irgendwann ist das Zielgewicht erreicht und die Person geht über in die nächste Phase. Jetzt muss man den Jo-Jo-Effekt berücksichtigen. Wenn man sehr schnell wieder viele Kalorien zuführt, kann es sehr schnell wieder zur Gewichtszunahme kommen. Das heißt wir müssen mit der Anpassungsphase den Kalorienanstieg langsam bewerkstelligen. Die Phase geht über zwei Wochen. In der ersten Woche wird ein bisschen mehr gegessen und in der zweiten Woche noch ein bisschen mehr. Nach den zwei Wochen kommt man in die dritte Phase – die Stabilitätsphase. Da geht es einfach nur darum, das Gewicht zu halten.

Die Geninformationen, die wir aus den Genen auslesen, sind ein Leben lang gültig. Die Gene sind von Geburt an bis zum Tod unverändert und die genetischen Tendenzen, die wir auslesen, bleiben ein Leben lang gültig. Das bedeutet, dass man in der Stabilitätsphase, nachdem man abgenommen hat, mit den Informationen sein Leben lang sein Gewicht einfach halten kann und das sollte auch das Ziel sein.

Wir haben also die Abnehmphase, die Anpassungsphase und die Stabilitätsphase, in die die Person nacheinander geht. Etwa 30 % der Kunden sind nicht übergewichtig und wollen nur wissen, wie sie ihr Gewicht optimal halten können. In diesen Fällen ist zu empfehlen, die ersten zwei Phasen zu überspringen und sofort in die Stabilitätsphase zu übergehen und von dort aus zu starten.

Etwa 3-5 % unserer Kunden, verwenden unsere Genanalyse zum Zunehmen und auch dafür ist die Genanalyse grundsätzlich geeignet. Wenn ich weiß, dass Fett bei mir ein Risiko für Übergewicht ist, dann ist Fett auch die beste Möglichkeit zuzunehmen. In dem Fall dann eine Ernährung mit mehr Fett und weniger Kohlenhydraten. Das Booklet-Programm selbst, ist in dieser Form nicht allzu gut dafür ausgestattet, aber im DNAnutriControl Portal kann man sich mit den Informationen anmelden. Es gibt einen Button, den man drücken kann und dann baut sich das System so um, um der Person einen Ernährungsplan zu gestalten, um effektiv zuzunehmen.

Das heißt wenn eine Person zunehmen möchte, dann würde ich an dieser Stelle stoppen und mit dem DNAnutriControl Portal weiterarbeiten. Zum Abnehmen oder Gewicht Halten, kann man hier weitermachen.

Als nächstes wird die optimale Pulsfrequenz definiert. Für diese Person, es ist vom Alter abhängig, ist bei Ausdauersport 145-155 Herzschläge die optimale Menge. Das ist ein Richtwert. Manche haben die Möglichkeit es zu messen, andere nicht und ist nicht allzu wichtig, darauf einzugehen. Es sollte nur eine Hilfslinie sein, damit der Ausdauersport auch richtig durchgeführt wird.

Wir wissen ja, dass dieses Programm zum einen aus Sport und zum anderen aus einer Kalorienreduktion besteht. Es werden einmal mehr Kalorien verbrannt und einmal werden weniger Kalorien gegessen. Die Gewichtung der Beiden ist von den Genen abhängig. In diesem Fall ist es so, dass wir 158 kcal im Durchschnitt pro Tag durch Sport verbrennen sollen und 714 kcal durch weniger Essen einsparen sollen. Laut der Genetik ist dieses Verhältnis am effektivsten.

Dann kommen wir zu den Menüvorschlägen. In dem Programm sind ein paar Tagesmenüvorschläge bereits zusammen gestellt. Wir wissen ja, wie viel Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß pro Tag zugeführt werden dürfen, um nicht über eine bestimmte Kalorienanzahl zu kommen. Diese Menüpläne sind genau so gestaltet, um das zu erreichen. Die Kalorienverteilung wird exakt erreicht und es werden nicht zu viele Kalorien zu sich genommen und man hat immer noch einige Möglichkeiten, weil es mehrere Menüs gibt.

Das hier zum Beispiel ist ein Fleischgericht. Für Gewicht verlieren ist diese Menge der Artikel zu empfehlen. In der Anpassung ist es schon etwas mehr und für Gewicht halten dann noch mehr. Das heißt man kann in der jeder Phase des Programms das Menü wählen, denn es ist perfekt auf die Gene zugeschnitten.

Diese Werte sind natürlich von Person zu Person vollkommen unterschiedlich und auf die Gene angepasst. Dann gibt es auch noch ein zusätzliches Rezeptbuch, wo 40 Tagesmenüs und 100 Rezepte, genau an die Gene angepasst, vorgestellt werden. Das ist eine relativ leichte Art, um gleich mit dem Programm zu beginnen, ohne sich mit dem Ganzen weiter befassen zu müssen.

Dann gibt es die Möglichkeit des DNAnutriControl Portal. Das ist eine Webseite, auf der sich der Kunde anmelden und seine genetischen Ergebnisse angeben kann. Das Programm weiß dann, dass die Person kohlenhydrateempfindlich oder fettunempfindlich ist, wie viele Kalorien sie zu sich nehmen sollte usw. Das Programm wird dann diese Informationen verwenden und einen Zufallsplan erstellen, ähnlich wie unsere vorgefertigten Vorschläge.

Zusätzlich ist es im DNAnutriControl Portal möglich, einzelne Nahrungsmittel raus zu nehmen. Die Kalorien werden dann automatisch auf die anderen, für diesen Tag geplanten Nahrungsmittel aufgeteilt. Man kann Nahrungsmittel austauschen und spezifische einfügen. Man hat die Wahl aus 15.000 Zutaten und 150.000 verschiedenen Markenartikel auszuwählen. Wenn man etwas einfügt, was nicht für die Gene optimal ist, weil es beispielsweise zu viel Fett enthält, rechnet das Programm automatisch die Mengen von allen anderen Nahrungsmittel um, um das eingefügte Nahrungsmittel auszugleichen. Man hat also viel Flexibilität und das Programm rechnet immer um, damit man einen optimalen Plan erhält.

Mann kann auch sagen, dass Hähnchen, Brötchen und Tomaten zu einfach sind und man gerne was aufwendiges kochen möchte. Man kann dann aus 800 Rezepten wählen und die Zutaten der Rezepte werden dann automatisch an die Gene angepasst, damit die Endernährung optimal zusammen passt.

Zu diesem Programm gibt es übrigens noch ein Schulungsvideo. Auf DNAnutriControl ist ein Link zum DNAnutriControl Portal und dort kann man sich das Video ansehen, deswegen gehe ich hier jetzt nicht weiter darauf ein.

Wenn die Person sagt, dass sie sich gerne für das Programm anmelden möchte, dann können Sie es mit der Person zusammen machen oder die Person macht es selbst. Man geht dafür einfach auf die Webseite, klickt „Neues Nutzerprofil anlegen“, gibt die Daten ein. Das sind die Daten, die aus den Genen gewonnen werden. Das Programm verwendet diese Daten und erstellt damit den Ernährungsplan.

Das Sportprogramm

Man solle eine bestimmte Menge an Sport machen. Das Ganze gibt es als Tabelle in dem Bericht. Hier sieht man zum Beispiel die Möglichkeiten in einem Sportstudio. Das sind die verschiedenen Sportarten und hier ist so ein grober Kalorienverbrauch pro Stunde, den Menschen üblicherweise durch die Sportarten erreichen.

Die Person kann sich gemessen an den Werten, einen Trainingsplan erstellen. Die Person sagt sie möchte drei Mal in der Woche ins Sportstudio gehen. Das heißt wir schauen bei Trainingseinheiten pro Woche bei 3X. Jetzt kann sich die Person drei Sachen aussuchen. Beispielsweise 38 min. Fahrrad-Trainer, 21 min. Laufband bei 17 km/h und 79 min. Yoga. Sie hat also diese drei Einheiten und kommt im Durchschnitt in der Woche auf die richtige Kalorienverteilung. Das heißt durch diese Tabelle, die auch wieder auf die Gene angepasst ist, kann man sein Sportprogramm ganz leicht planen.

Was man beachten sollte, das sollten Sie auch bei der Beratung erwähnen, ist das manche Menschen einen höheren Bedarf an Kraftsport haben. Sie sollten Hochintensitätstraining machen. Das heißt 30 Sekunden lang mit voller Kraft und so schnell wie es geht und dann zwei Minuten ruhiger und dann wieder mit voller Kraft. Dadurch werden Muskeln aufgebaut oder sie heben Gewichte, um die Muskeln aufzubauen.

Hier sollte man bei der Auswahl des Sports also auf die richtige Verteilung zwischen Kraftsport und Ausdauersport achten.

Dann kommt diese Seite. Es gibt die Variablen, nach denen die Ernährung geplant wird. Es ist wirklich nur zur Information für Sie und den Kunden, wenn es den Kunden interessiert. Diese Zahlen werden errechnet, aber für die Anwendung braucht man diese Zahlen nicht. Das macht das Programm alles von selbst. Wir schauen uns aber kurz an, was man hier sieht.

Zum Beispiel ist der Tagesbedarf für ein stabiles Gewicht 1838 kcal. Das heißt die Person hat, wenn sie keinen Sport macht, einen Tagesbedarf von 1838 kcal. Das wurde entweder errechnet, wenn kein Grundumsatz angegeben wurde oder der Kunde hat irgendwo seinen Grundumsatz messen lassen und ihn angegeben, dann ist es der gemessene Grundumsatz.

Wir ziehen dann die 714 kcal. von der Ernährung ab, weil wir ja eine bestimmte Kalorienreduktion bewirken wollen. Am Ende bekommen wir dann 1134 kcal., die die Person während der Abnehmphase zu sich nehmen sollte.

In manchen Fällen würde das Programm unter 1000 Kalorien gehen, das ist aber Kontraproduktiv. Wenn man unter 1000 Kalorien geht, kann es sein, dass der Körper in eine Art Sparmodus übergeht. Der Körper merkt es gibt zu wenige Kalorien und senkt dann seinen Grundumsatz. Das heißt er beginnt alles im Sparmodus zu machen und weniger Kalorien zu verbrennen und dadurch, dass der Körper von sich aus weniger Kalorien braucht, ist das Abnehmen weniger effektiv und kann sogar stoppen. Aus diesem Grund ist das ganze auf 1000 gedeckelt und geht nicht darunter, sondern nur darüber.

Dann sieht man in der Tabelle, wie die Kalorien verteilt werden sollten. Das macht das Programm auch alles von selbst, aber wenn es für sie interessant sein sollte, sind hier die Informationen.

Circa 46-48 % der täglichen Kalorien, sollten aus Kohlenhydraten kommen. Das sind 134-140 g Kohlenhydrate pro Tag. Bei Fett sind es 32-34 % am Tag. Natürlich alles von den Genen abhängig. Das sind 35-47 g Fett maximal pro Tag. Bei Kalorien sollte der Tageswert ca. zwischen 1054-1194 kcal sein.

Wir teilen das als Artikel auf, was man sich als Portionen vorstellen kann. Eine Portion, die wir hier definiert haben, sollte maximal 10 g Kohlenhydrate, 3 g Fett, 4.5 g Eiweiß und 90 kcal darstellen. Zu den Portionen kommen wir jetzt. Während der Abnehmphase, wenn man nur das Papier-Booklet verwendet, kann diese Person sich 13 Portionen an Nahrungsmitteln aussuchen und das funktioniert so: im hinteren Bereich im Booklet finden Sie Tabellen mit 1.100 Nahrungsmittel, die nach den Genen bewertet wurden. Die Bewertungen in Form von Balken finden Sie hier. Ein grüner Balken bedeutet, dieses Nahrungsmittel hat ein niedriges Potential, mich übergewichtig zu machen und rot bedeutet, dass es ein hohes Potential hat, mich übergewichtig zu machen. Das heißt Mehrfruchtsaft ist für mich mit meinen Genen deutlich unproblematischer als Obstkonfitüre. Das kann wiederum bei verschiedenen Menschen unterschiedlich sein.

Sie sehen hier Zahlen wie 70 g/Artikel, 15 g/Artikel, 135 g/Artikel, diese Zahlen werden definiert durch meine Gene. Das heißt ich kann 15 g Obstkonfitüre essen oder 135 ml Mehrfruchtsaft trinken und es hat für meinen Körper die selbe Auswirkung.

Noch einmal zurück zu den Artikeln. Ich darf während der Abnehmphase 13 Artikel essen. Ich kann mir aus der Nahrungsmittelliste also 13 Sachen aussuchen und diese essen und wie viel ich essen darf, das sagen mir meine Gene. Wenn ich mein Wunschgewicht erreicht habe, komme ich in die Anpassungsphase. Dann sind es 15 Artikel, denn wir wollen ja langsam die Kalorien erhöhen. Dann werden es 18 und 20 Artikel und 20 sollten dann stabil bleiben. Wie kann das mit den Artikeln funktionieren?

Manche Nahrungsmittel sind relativ kleine Portionen und mache große. Je nach dem ob es mich besonders übergewichtig macht oder nicht. Im Bericht werden Sie diese Grafiken sehen und können es so erklären: wenn eine Nahrungsmittel eine ungünstige Kalorienverteilung hat, dann wird die Menge der Portion so lange reduziert, bis es kaum noch einen Einfluss auf die Tagesernährung macht. Das heißt ich kann es essen, aber nur ein kleines Stück davon. Wenn das Nahrungsmittel optimal für meine Gene ist, wird die Portion drastisch erhöht.

Wenn ich folglich die kleinen falschen und die großen richtigen Portionen zusammenzähle, komme ich am Ende sehr nahe an meine optimale Kalorienverteilung. Das heißt Sie brauchen die Prozentzahlen nicht beachte und Sie brauchen keine Kalorien oder Kohlenhydrate zählen, sondern sich nur an das Konzept halten. Sie suchen sich Ihre 13/15/20 Artikel aus, stellen sich Ihren Plan zusammen und dadurch, dass Sie die Zahlen einhalten, wird alles für Sie automatisch errechnet.

Sie müssen Ihren Kunden sagen, dass hier noch etwas zu beachten ist. Das heißt nicht, dass man 15 oder 20 Mal ein Stück Speck essen sollte. Es wäre hochgradig ungesund, nicht ausgewogen und die Person würde definitiv auch nicht satt werden. Achten Sie darauf, dass die Person sich vielseitig mit Obst, Gemüse oder auch Fleisch und Fisch ernährt, je nach dem ob die Person Vegetarier ist. Die Person sollte sich wirklich vielseitig aus allen Bereichen ernähren, dadurch wird die Kalorienkalkulation deutlich genauer und es ist natürlich viel gesünder.

Der Kunde hat jetzt die Möglichkeit, sich aus der Liste seine Artikel auszusuchen. Er kann beispielsweise zweimal Brot und dreimal Tomaten nehmen. Das sind dann fünf Artikel, die er aufgebraucht hat und die kann er dann in eine Tabelle, die man im Booklet findet, eintragen.

Hier ist ein Beispiel mit einmal Orangensaft (260 ml) als Artikel, ein Apfel (230 g), zweimal Vollkornbrot (56 g x 2 = 113 g) und einmal Hüttenkäse (68 g). Das könnte eines der Frühstücke sein. Das Tolle daran ist natürlich, dass die Person sich aus den 1.100 Nahrungsmitteln alles aussuchen kann und essen kann was sie möchte. Es wird nicht stur vorgeschrieben, dass Joghurt gegessen werden muss, egal ob sie Joghurt mag oder laktoseintolerant ist. Die Person hat volle Flexibilität zu sagen, was sie essen möchte.

Diesen Menüplan gibt es einmal. Wenn der Kunde sich ausgiebig diese Menüpläne erstellen möchte, sollten Sie diese Seite kopieren und dem Kunden zur Verfügung stellen, damit er sich diese Formulare ausfüllen kann.

Dann gibt es auch eine Tabelle, wo man den Erfolg beim Abnehmen protokollieren kann. Hier ist automatisch das Gewicht des Kunden, zum Zeitpunkt der Analyse eingetragen, sowie auch das Zielgewicht. Die Messintervalle können Sie bestimmen (z. B. alle drei Tage, jede Woche) und man kann einfach ein Kreuz einzeichnen, wo man mit dem Gewicht bereits ist, um den Gewichtsverlust zu protokollieren. Es motiviert natürlich zu sehen, wie effektiv man abnimmt.


Ende des Kapitels 3
Beratungsbeispiel: DNC Gewicht


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