Toxo Sensor




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Toxo Sensor

Kapitel 30
Oxidativer Stress und Genetik

Schulungsvideo

Gesprochener Text des Videos

Kapitel 30: Oxidativer Stress, Substanzen und Genetik (Toxo Sensor)

Das ist eine Erweiterung zur Schulung des Toxo Sensors. Beim Toxo Sensor geht es zum einen darum, dass bestimmte Schadstoffe in den Körper eindringen können und dann von Genen unschädlich gemacht werden müssen und zum anderen geht es auch um die freien Radikale, die wie auch einige Substanzen, das Gewebe beschädigen können. Das hier ist der zweite Teil dieser Schulung.


Freie Radikale beschädigen Zellen

Freie Radikale sind kleine Moleküle, die entstehen und und eine Kettenreaktion der Zerstörung auslösen. Das heißt sie zerstören etwas, was wiederum etwas anderes zerstört und so kann sich diese Kettenreaktion dann weiter ausbreiten. Das beschädigt das Gewebe, hat einen großen Einfluss auf die Hautalterung und kann auch Mutationen und Krebs auslösen.

Jetzt schauen wir uns das Konzept der freien Radikale an. Es gibt verschiedene Arten von freien Radikalen und die Gene spielen hier eine spezifische Rolle. Wenn wir uns eine Zelle anschauen, sehen wir hier das Innere (Zytoplasma) der Zelle. In den Zellen, so kann man sagen, gibt es kleine Kraftwerke, die sogenannten Mitochondrien. Die Mitochondrien verwandeln Energie in brauchbare Energie und benötigen dabei sehr viel Sauerstoff.

Wir brauchen viel Sauerstoff zum Leben und 5% des Sauerstoffs wird in freie Radikale umgewandelt und zwar in Superoxid. Dieses Superoxid entsteht als Abfallprodukt und die Natur, hat uns durch die Evolution einen Schutz dafür gegeben. Dieser Schutz ist ein spezifisches Gen, welches das SOD1 Enzym produziert, was Superoxid in den Stoff Wasserstoff-Peroxid umwandelt.

<.p>Wasserstoff-Peroxid ist übrigens auch ein freies Radikal, aber es wird dann weiter neutralisiert.

Dieser Prozess findet an drei verschiedenen Stellen statt:

  • Außerhalb bzw. zwischen den Zellen. Hier ist das Enzym SOD3 dafür verantwortlich.
  • Innerhalb der Zellen ist das SOD1 Enzym.
  • Innerhalb der Mitochondrien, wo ein Großteil der freien Radikale produziert wird, ist das SOD2 Gen und Enzym.

Es gibt Menschen, die in dem Gen SOD2 eine Genvariation haben, die die Funktion von diesem Gen aufhebt. Das hier ist dieses Gen. Es kann in drei Versionen vorkommen. Wie wir in der Schulung „Statistik und Genetik“ gelernt haben, hat jeder Mensch zwei Stück von jedem Gen. Es kann an beiden Stellen ein 'C' sein, an beiden Stellen ein 'T' oder ein 'T' und ein 'C' sein. Das ist das, was wir hier sehen. Es ist ein richtiger Ausschnitt aus dem Booklet. Sie können sich hier das Ergebnis anschauen und wenn es Sie interessiert, finden Sie hier auch den wissenschaftlichen Teil dazu. In diesem Fall wäre C/C ein guter Schutz gegen oxidativen Stress, das haben 20%. 53% haben einen leicht eingeschränkten Schutz und 27% haben einen stark eingeschränkten Schutz.


GPX1 – ein Selenoprotein

Ein weiteres freies Radikal-System wird von dem GPX1 Gen gesteuert. Dieses Gen produziert ein Enzym, das die Aufgabe hat bestimmte freie Radikale zu neutralisieren. Es ist ein Selenoprotein. Das bedeutet, dass es Selen braucht, damit es funktionieren kann. Selen ist ein Mikronährstoff, den wir aus der Nahrung aufnehmen können. Das Selen wird hier eingebaut, aktiviert das Enzym und dann kann es freie Radikale binden und neutralisieren.

Es ist allerdings bei Menschen mit einem Selenmangel das Problem, dass sie nicht genügend von diesen Enzymen aktivieren können, was dazu führt, dass die schützende Aktivität von diesem Enzym reduziert wird. In diesem Beispiel hätten wir 30% Aktivität.

Wenn man dafür sorgt, dass kein Selenmangel mehr besteht, weil man beispielsweise selenhaltige Nahrungsergänzungsmittel oder selenhaltige Nahrung einnimmt, kann man die Aktivität von diesem Enzym erhöhen. Ein Selenmangel führt demnach zu einem mangelnden Schutz vor freien Radikalen.


Polymorphismus im GPX1 Gen

Es gibt einen Snip, der eine Genvariation auslöst und dieses Enzym anders baut. Wenn wir Selen hinzugeben, wird das Gen aktiviert, aber der Bindeplatz, wo das freie Radikal eigentlich in das Enzym passen sollte, wurde leicht verändert. Es verhindert nicht, dass das freie Radikal hineinpasst, aber es führt zu einer schlechteren Bindung. Es ist hier vereinfacht dargestellt, aber das Konzept ist in etwa richtig und es bedeutet einfach, dass das Enzym seine Aufgabe weniger Effektiv durchführen kann.

Bei einem normalen Selenstatus, ist die Aktivität durch diese Genvariation geringer. Bei erhöhter Selenzufuhr wissen wir aber, dass die Aktivität gesteigert werden kann.

Das heißt, mit normaler Menge, können wir ein normales GPX1 Enzym normal aktivieren. Ist es durch eine Genvariation modifiziert, brauchen wir mehr Selen um dasselbe zu erreichen.

Das hier ist das GPX1 Gen. 68% haben C/C, was ein guter Schutz gegen oxidativen Stress ist. Eingeschränkten Schutz mit C/T haben 26% und T/T ist ein noch stärker eingeschränkter Schutz.


Coenzym Q10

Dann gibt es den Stoff Coenzym Q10. Vielleicht haben Sie den Namen schon einmal gehört. Er ist oft in Beautycremes enthalten und gibt auch Schutz vor freien Radikalen. Es ist ein sehr teuer Stoff. Ein Kilo kann mehrere tausend Euro kosten und daher ist es auch ein sehr teures Nahrungsergänzungsmittel.

Es kann eingenommen werden, aber zeigt zuerst als Coenzym Q10 keine Wirkung im Körper. Dafür braucht man erst das NQO1 Gen, das ein Enzym produziert, welches das Coenzym Q10 modifizieren und in eine aktive Form umwandeln. Diese aktive Form heißt Ubiquinol und hat eine sehr starke antioxidative Wirkung. Ubiquinol schützt also im Normalfall vor freien Radikalen.

Das hier ist wieder der wissenschaftliche Teil von dem Gen, wie sie ihn im Booklet finden. 66% können genau das machen, was ich gerade beschrieben habe. Sie können Coenzym Q10 in Ubiquinol umwandeln. 30% haben eine Genvariation, die das Ganze verlangsamt und 4% können es gar nicht umwandeln.

Hier passiert folgendes: Coenzym Q10 wird eingenommen, aber das NQO1 Gen ist durch eine Genvariation vollkommen defekt und das Coenzym Q10 kann nicht aktiviert werden und die freien Radikale werden nicht neutralisiert. Jetzt stellt sich die Frage, was man machen kann, wenn diese Genvariation vorkommt. Eine Möglichkeit ist, dass man Ubiquinol als Nahrungsergänzungsmittel einnimmt. Es ist bereits aktiviert und muss nicht erst von dem Gen aktiviert werden und kann die freien Radikale direkt neutralisieren.

Das heißt, man kann mit einer spezifischen Mikronährstoffdosierung und Mikronährstoffauswahl, die fehlende Funktion, die durch die Genvariation ausgelöst wurde, wiederherstellen.

Alternative sind andere Antioxidantien wie Vitamin C, E und Alpha-Liponsäure, die ebenfalls antioxidativ wirken und die freien Radikale auffangen können.

Das heißt also, dass wir mit bestimmten Mikronährstoffen, die in der Nahrung oder in Nahrungsergänzungsmitteln enthalten sind, die freien Radikale neutralisieren können, die unsere Gene nicht ausreichend neutralisieren können.

So sieht ein Ergebnis für den oxidativen Stress aus.

  • Hier sehen Sie oxidativer Stress auf Zellen. Es ist in diesem Fall normal
  • Die Aktivierung von Coenzym Q10 ist in dem Fall möglich.
  • Bedarf an Selen (GPX1 Gen) ist normal und nicht erhöht. Hätte das Gen die Genvariation, wäre er erhöht.
  • Die empfohlene Dosis von Antioxidantien ist direkt korreliert mit dem oxidativen Stress und ist auch im normalen Bereich.
  • Die empfohlene Substanz als Antioxidans ist im diesen Fall Coenzym Q10, statt der Alternative, wenn es nicht aktiviert werden kann, Vitamin C, E, A usw.

So sieht also ein Ergebnis aus. Wir finden heraus, welche Antioxidantien funktionieren und welche Stoffe in erhöhter Dosis notwendig sind und können dann die richtige Therapieempfehlung geben, wie man den oxidativen Stress senken kann.

Der Kunde kann das Ganze sehr leicht verstehen, wenn er es durchliest. Die Beratung sollte in die Richtung gehen, dass die Person eine besonders Antioxidantienreiche Ernährung braucht. Eventuell die zusätzliche Einnahme von Radikalfängern. Eine gesunde Ernährung ist immer die beste Wahl, aber wenn eine gesunde Ernährung nicht eingehalten wird und man es unterstützten möchte, kann man Vitamin C, E, ß-Carotin oder Alpha-Liponsäure zusätzlich einnehmen. Dann wird beantwortet ob Coenzym Q10 wirkt oder nicht oder ob Ubiquinol gebraucht wird. Auch wird beantwortet, wie viel Selen wir brauchen.

Zwei Tassen Kaffee führen bei manchen weiblichen Genträgern zu 7 Jahre späteren Brustkrebs. Der Kaffee kann also eine schützende Wirkung gegen Brustkrebs haben.


Wirkung diverser Substanzen auf unseren Körper

Das war der oxidative Stress und die Antioxidantien und was noch im Toxo Sensor enthalten ist, sind die Wirkungen von diversen Substanzen auf den Körper.

Zum Beispiel Alkohol – Alkoholismus ist zum Teil genetisch bedingt. Zum einen durch den Umwelteinfluss, dass überhaupt Alkohol getrunken wird. Der muss einen treffen, dass eine Person Alkoholiker werden kann. Zum anderen eine genetische Neigung, ein Alkoholiker zu werden.

Hier haben wir das Risiko für die Alkoholabhängigkeit. Das kann normal oder erhöht sein. Je nach Genetik befindet sich der Pfeil an der entsprechenden Stelle. Ist es erhöht, ist es natürlich ratsam Alkohol vielleicht ganz zu meiden oder zumindest den Konsum im Auge zu behalten.

Dann gibt es eine Genvariation die dazu führt, dass wenn eine Person im Jugendalter Cannabis konsumiert hat, dass das Risiko für Schizophrenie später im Leben deutlich höher wird. Das heißt die Genvariation bringt einfach den Cannabiskonsum im Jugendalter mit der Schizophrenie in Verbindung.

Dann gibt es noch wie bereits erwähnt den Einfluss von Kaffee auf das Brustkrebsrisiko. Bei einer bestimmten Genvariation führt es dazu, dass Brustkrebs im Durchschnitt etwa 7 Jahre später auftritt und bei einer anderen Genvariation schützt Kaffee nicht.

Auf diese Weise kann man als Frau entscheiden, ob man den Kaffeekonsum dementsprechend anpassen möchte, um die schützende Wirkung gegen Brustkrebs zu erhalten.

Wir schauen uns noch die dafür verantwortlichen Gene an. Bei dem COMT Gen gibt es drei verschiedene Genotypen (G/G, A/G, A/A).

  • Der A/A Typ hat keine Auswirkung auf das Schizophrenie-Risiko bei Cannabiskonsum und hat ein normales Risiko für Alkoholismus.
  • A/G hat ein 2.5 Mal erhöhtes Risiko für Schizophrenie und auch ein normales Risiko für Alkoholismus.
  • Die G/G Typen haben ein hohes Risiko für Alkoholismus und ein 10.9 Mal höheres Risiko Schizophrenie zu entwickeln, wenn Cannabis im Alter von unter 16 Jahren konsumiert wurde.

Hier sind auch wiederum die wissenschaftlichen Studien, auf denen das basiert.

Ende des Kapitels 30: Oxidativer Stress, Substanzen und Genetik (Toxo Sensor)


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