Nutrition Sensor

Ernährung und Genetik

Kapitel 4

Schulungsvideo

Nutrigenetik - Nach den Genen gesund ernähren. Wie man durch genetische Informationen die Ernährung individuell anpassen und gestalten kann. Schulung zum DNAnutriControl Programm.

Gesprochener Text des Videos

Kapitel 4: Ernährung und Genetik

Das DNA NutriControl-Programm hat zwei verschiedene Funktionen. Einmal kann es Menschen helfen effektiv abzunehmen. Es kann herausfinden welche Nahrungsmittel bei mir zu Übergewicht führen und welche nicht. Die zweite Funktion ist, dass es herausfinden kann welche Nahrungsmittel für mich gesund sind und welche nicht. Die Person kann sagen, ob es nur das eine oder das andere oder beides möchte.

In diesem Kapitel geht es damit wie Gene beeinflussen, welche Nahrungsmittel für mich gesund sind und welche nicht. Wir schauen uns also den DNA Ernährungsteil (NutriControl) an.

Es gibt die allgemeinen Empfehlungen, für eine gesunde Ernährung. Diese sind gut gemeint und sollten für jeden gelten, allerdings gibt es dabei einige Probleme.

Nehmen wir zum Beispiel die folgenden drei Personen:

Die erste Person ist aufgrund eines Gendefekts laktoseintolerant (milchunverträglich).

Die zweite Person ist glutenintolerant. Getreideprodukte führen zu schweren Verdauungsproblemen.

Die dritte Person hat eine genetische Veranlagung zur Eisenspeicherkrankheit. Diese Person nimmt aus der Nahrung zu viel Eisen auf und kann dieses nicht ausscheiden.

Milchprodukte

Die allgemeine Empfehlung besagt, dass Milchprodukte gesund und eine gute Kalziumquelle sind. Das stimmt auch, Milchprodukte enthalten viel Kalzium. Wir schauen aber jetzt, ob diese Empfehlung für alle drei Personen wirklich zutrifft.

Für die erste Person natürlich nicht. Wenn man laktoseintolerant ist, sind Milchprodukte natürlich keine gute Idee. Man sollte dann andere Nahrungsmittel essen die Kalzium enthalten, aber wenn möglich keine Laktose. Für diese Person gilt diese allgemeine Regel also nicht.

Für die glutenintolerante Person sind Milchprodukte kein Problem und auch für die Person mit der Eisenspeicherkrankheit ist es tatsächlich so, dass Milchprodukte eine gute Quelle von Kalzium sind.

Weizen

Es gibt die Empfehlung, dass man Vollkornbrot mit viel Ballaststoffen essen sollte, weil es gut für die Verdauung ist.

Für die laktoseintolerante Person stimmt es. Die glutenintolerante Person wird bei Vollkornbrot jedoch sehr schlimme Verdauungsprobleme bekommen und sollte von allen Weizenprodukten und Gluten enthaltenen Getreidesorten Abstand halten. Das heißt, für diese Person gilt die Empfehlung nicht.

Bei der Eisenspeicherkrankheit ist Weizen wiederum unproblematisch.

Rotes Fleisch

Roten Fleisch ist eine wertvolle Quelle von Eisen, dies gilt für die laktose- und glutenintolerante Personen. Für eine Person die ohnehin schon zu viel Eisen aufnimmt, ist eine weitere Eisenquelle allerdings eine schlechte Idee. Für eine Person mit Eisenmangel wäre es wiederum positiv.

In diesem einfachen Beispiel mit drei verschiedenen Krankheiten, die aufgrund von Genen ausgelöst werden, treffen bei diesen Personen ganz unterschiedliche Ernährungsempfehlungen zu.

In unserem Programm untersuchen wir 52 Gene, die Krankheiten auslösen können. Mit der richtigen Ernährung kann man diese Krankheiten entgegenwirken oder sogar neutralisieren.

Gene spielen eine schützende Rolle im Körper

Oxidativer Stress - Freie Radikale bzw. giftige Moleküle können eine Kettenreaktion der Zerstörung auslösen. Diese freie Radikale werden durch bestimmte Gene neutralisiert. GPX1 und SOD2 sind zwei dieser Gene. Sie produzieren Enzyme, welche die freien Radikale unschädlich machen sobald sie entstehen. Dieser Prozess schützt unsere Zellen und verlangsamt unter anderem den Alterungsprozess. Der Alterungsprozess ist teilweise Ausgelöst durch Schäden der freien Radikale, die nicht rechtzeitig oder ausreichend neutralisiert werden konnten.

Aggressives Immunsystem – Ein Immunsystem bekämpft Bakterien und Viren, kann aber aufgrund von bestimmter Genetik zu aggressiv oder nicht richtig eingestellt sein. Ein richtig eingestelltes Immunsystem ist natürlich wichtig, um die Zellen zu schützen. Die Gene TNFa und IL1A steuern die Aggressivität des Immunsystems und stellen es richtig ein.

Homozystein regulieren – Ähnlich wie Cholesterin, ein im Blut zirkulierender Stoff, ist Homozystein ein Risikofaktor für Herzkreislauferkrankungen. Bestimmte Gene steuern die Menge an Homozystein, es kann rauf oder runter reguliert werden. Die Menge sollte möglichst gering gehalten werden. Die Gene MTHFR und MTRR produzieren für den Schutz der Zellen wichtige Proteine.

Giftstoffe entfernen – Giftstoffe wie Schwermetalle, Pestizide, bestimmte Chemikalien oder Zigarettenrauch werden durch Enzyme von bestimmten Genen neutralisiert. Gene wie GSTM1 und GSTT1 produzieren Enzyme, die die Giftstoffe erkennen, neutralisieren, binden und aus dem Körper entfernen.

Die ganzen gefährlichen Faktoren, die auf unseren Körper einwirken, werden durch funktionierende effektive Systeme (Gene) kontrolliert. Leider ist es so, dass Genvariationen und Gendefekte die Funktionen der Gene stören können.

Zum Beispiel im Fall vom Oxidativen Stress, wenn eines oder mehrere der Gene defekt sind, werden wir nicht mehr ausreichend gegen freie Radikale geschützt. Die freien Radikale zerstören dann die Zellen und lösen eine Kettenreaktion der Zerstörung aus.

Ein Gendefekt im MTHFR oder MTRR Gen kann dazu führen, dass Homozystein unkontrolliert ansteigt, der Gehalt zu hoch wird und dadurch das Risiko für Herzkreislauferkrankungen deutlich erhöht wird.

Wenn die Entgiftungsgene defekt sind führt es dazu, dass Giftstoffe wie Ruß oder Rauch vom Körper nicht mehr richtig entfernt werden. Dies kann zu Vergiftungen und Krankheiten führen.

Wir haben Schutzmechanismen durch unsere Gene, aber manche der Mechanismen sind weniger effektiv, weil die Gene bestimmte Genvariationen oder Gendefekte tragen.

Jetzt kommt die Ernährung ins Spiel. Mikronährstoffe haben bestimmte Funktionen. Vitamine beispielsweise, können zum Teil fehlende Funktionen von Genen wiederherstellen.

Wir nehmen zum Beispiel im Fall von Oxidativer Stress an, dass ein Gen defekt ist. Wir sind also nicht geschützt durch entstehende freie Radikale, die die Zellen zerstören und die Alterung beschleunigen. Die Mikronährstoffe Vitamin E, A, C (Antioxidantien) wirken als freie Radikale-Fänger.

Wenn wir diese Vitamine durch unsere Nahrung aufnehmen, zirkulieren sie im Körper und immer wenn ein freies Radikal entsteht, wird es von einem dieser Vitamine gebunden und neutralisiert. Obwohl die Gene zerstört sind, können wir also durch die richtige Zufuhrt von Antioxidantien den Schutz vor freie Radikale wieder erhöhen.

Im Fall von Homozystein haben wir durch defekte Gene keine Regulierung, die den Homozysteinspiegel niedrig hält. Das Homozystein steigt an und erhöht das Risiko von Herzkreislauferkrankungen. Folsäure und B-Vitamine sind sehr effektive Senker von Homozystein.

Obwohl wir also die Funktion der Gene verloren haben, können wir durch erhöhte Zugabe von Folsäure, Vitamin B12 und B6 die selbe Funktion wiederherstellen.

Wenn Giftstoffe in den Körper gelangen und keine Enzyme vorhanden sind, um diese unschädlich zu machen, dann gibt es die Möglichkeiten Selen, Kalzium oder Eisen durch die Nahrung aufzunehmen. Diese Stoffe können Schwermetalle binden und aus dem Körper entfernen.

Das heißt nicht, dass bei einer akuten Bleivergiftung oder Cadmiumvergiftung die Einnahme von Kalzium-Nahrungsergänzungsmittel effektiv ist, dafür gibt es effektive medizinische Therapien.

Um die Schwermetallbelastung im Körper bei geringer Menge zu kontrollieren, ist eine ausreichende Zufuhr von Kalzium, Eisen, Selen und andere Stoffe hilfreich, um die Schwermetalle im Normalbereich zu halten.

Das bedeutet, dass wir durch verschiedene Stoffe, die durch eine gesunde Ernährung aufgenommen werden können, Fehler in unseren Genen ausgleichen können. Weil jeder von uns andere Fehler in den Genen hat, gelten für jeden andere Ernährungsempfehlungen.

Das Konzept: Herausfinden welche Nahrungsbestandteile positiv und welche negativ sind.

Hier ist eine kurze Übersicht, welche Bereiche von dieser Analyse abgedeckt werden.

Knochengesundheit

Osteoporose – manche Genvariationen führen zu einem schnelleren Abbau der Knochen. Eine bestimmte Menge an Kalzium, Vitamin D und Magnesium sind wichtig, um die Knochen aufrechtzuerhalten.

Augengesundheit

Makuladegeneration ist eine Krankheit, bei der sich ein störender Fleck in der Mitte des Sichtfeldes entwickelt, weil sich die lichtempfindlichen Zellen im Auge langsam abbauen. Eine Antioxidantien-Therapie hat hier gute Erfolge gezeigt.

Herzgesundheit

Erhöhtes Cholesterin ist ein Risikofaktor und kann unter anderem durch Omega-3-Fettsäuren unter Kontrolle gebracht werden. Homozystein ist wie bereits erwähnt ein Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen und kann durch die Zugabe von Folsäure und B-Vitamine gesenkt werden.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Studien haben gezeigt, dass Personen die laktoseintolerant sind, eine signifikant niedrigere Kalziumaufnahme aufweisen. Man kann also mit kalziumhaltigen Nahrungsmitteln einen Kalziummangel entgegenwirken.

Bei der Glutenintoleranz ist es oft so, dass die Aufnahme der Vitamine reduziert ist, weil durch die Glutenintoleranz die Innenseite des Darmes beschädigt ist, wodurch die Aufnahme der Vitamine weniger effektiv ist. Man sollte also mit der richtigen Ernährung für ausreichend Vitamine sorgen.

Gelenkgesundheit

Bei entzündlichen Erkrankungen ist das Immunsystem zu aggressiv und greift bei Gelenken den Knorpel an. Das eigene Immunsystem löst also eigentlich das Problem aus. In diesem Fall hat sich gezeigt, dass eine hohe Dosis von Omega-3 entzündungshemmend wirkt. Mit Fisch in der Ernährung lässt sich für eine ausreichende Omega-3-Zufuhr sorgen und dadurch die Entzündungsreaktionen senken. Außerdem kommt in tierischen Nahrungsmittel eine bestimmte Säure vor, die Arachidonsäure. Diese Säure ist ein Botenstoff für das Immunsystem und löst die Entzündungsreaktion aus, daher sollte bei dem Risiko für entzündliche Gelenkerkrankungen Arachidonsäure gemieden werden. Bestimmte tierische Produkte mit hohem Arachidonsäuregehalt sind dann nicht empfehlenswert.

Stoffwechselhesundheit

Bei der Hämochromatose wird zu viel Eisen aufgenommen. Es sollten also eisenhaltige Nahrungsmittel reduziert werden.

Mentale Gesundheit

Bei Alzheimer haben hohe Antioxidantien positive Effekte bei der Vorsorge und der Verzögerung der Krankheit gezeigt. Man kann also mit einer mediterranen und Antioxidantienreichen Ernährung entgegenwirken.

Entgiftung

Stoffe wie Kalzium, Selen und Eisen können Schwermetalle aus dem Körper entfernen.

Freie Radikale beschädigen Zellen

Wir sehen uns nun die Funktion, von einem spezifischen Gen für Oxidativen Stress an. Wir atmen mit jedem Atemzug Sauerstoff ein. Etwa 20 % des Atems sind Sauerstoff und wird von unserem Körper für die Verbrennung von Kalorien verwendet. Etwa 5 % des Sauerstoffs wird in Superoxid verwandelt. Superoxid ist ein sehr aggressives freies Radikal, welches Zellwände, Membrane und alle möglichen Zellkomponente zerstören. Die Natur hat dies natürlich gemerkt und hat uns ein System gegeben, was uns vor Superoxid schützt. Der Schutz ist ein Gen, was wiederum ein Enzym (SOD3) produziert, welches Superoxid erkennt und in Wasserstoff-Peroxid umwandelt.

Dies ist war wiederum auch ein freies Radikal, aber es wird dann weiter umgewandelt und die ganze Kette der Neutralisierung beginnt.

Das SOD3 Enzym ist nur außerhalb der Zellen effektiv. Wenn also ein freies Radikal außerhalb der Zelle entsteht, wird es vom SOD3 Enzym unschädlich gemacht.

Für das Innere der Zellen, wo die Zellorganellen herum schwimmen, gibt es ein weiteres Enzym (SOD1). Es hat genau die selbe Funktion, es erkennt Superoxid und verwandelt es in Wasserstoff-Peroxid.

Innerhalb der Zellen gibt es einfach gesagt kleine Kraftwerke, die einen Großteil der Energie umwandeln, wo auch der größte Teil des Superoxids produziert wird. Diese kleinen Kraftwerke heißen Mitochondrien. Weil in den Mitochondrien ein Großteil des Superoxids produziert wird, gibt es auch hier ein Gen (SOD2), welches ein Enzym produziert, was Superoxid erkennt und unschädlich macht.

Sauerstoff wird also in freie Radikale umgewandelt und wir haben Gene, die uns davor schützen. Es gibt im SOD2 Gen allerdings eine häufige Genvariante die dazu führt, dass das Gen seine Funktion nicht richtig ausführen kann. Das führt dazu, dass freie Radikale nicht neutralisiert werden, sich in den Mitochondrien ansammeln und beginnen die Mitochondrien und die Zellen zu beschädigen.

Wir sehen einen Ausschnitt von dem SOD2 Gen aus dem Booklet an. Als erstes sehen Sie, wie das Gen genau heißt. Das wäre "Superoxid dismutase 2 mitochondrial" und die RS Nummer (rs4880) ist die genaue Identifikation der Genvariation die analysiert wird.

Hier zu sehen ist es auf Englisch, aber in den deutschen Booklets ist es auf Deutsch. Zu sehen ist eine kurze Erklärung, was das Gen im Körper genau macht und dann stehen dort die drei verschiedenen Ergebnismöglichkeiten.

Wenn es Sie interessiert, warum es drei verschiedene Ergebnismöglichkeiten gibt, dann sehen Sie sich bitte das Kapitel über die Genetik-Vererbung an.

Ein 'C' an der Stelle die wir analysieren bedeutet, dass das Gen funktioniert. Falls sich an der Stelle des C's ein 'T' befindet, dann funktioniert das Gen nicht. Weil jeder Mensch zwei von diesen Genen hat, kann auf beiden Genen ein 'C' vorkommen, was bei 20 % der Population in Europa der Fall ist. Personen mit dieser Variante haben einen guten Schutz. Die Gene funktionieren und schützen vor freien Radikalen.

Ein C/T bedeutet, dass das eine Gen mit einem 'C' effektiv ist und das andere mit einem 'T' nicht effektiv ist. Diese Variante betrifft etwa 53 % der Population und die Personen sind etwa zur Hälfte geschützt.

Ein T/T bedeutet, dass auf beiden Genen die Genvariation ist beide Gene nicht effektiv sind. Dies betrifft 27 % der Population und die Personen haben einen schlechten Schutz vor freien Radikalen in den Mitochondrien.

Wir haben also eine Person mit T/T, also mit zwei ineffektiven Genen, wodurch die Mitochondrien durch freie Radikale beschädigt werden.

Die Frage ist nun, was man dagegen machen kann. Es gibt freie Radikale-Fänger wie Vitamin C, E, A usw., welche freie Radikale ebenso erkennen und neutralisieren können.

Es gibt einige Limitierungen: Vitamin E ist fettlöslich, wodurch es eher vor den freien Radikalen in den Membranen schützt, weil es dort nicht frei in der Zelle herum schwebt. Die richtige Menge und Dosierung kann helfen, die freien Radikale unschädlich zu machen.

Das heißt, dass der Bedarf an einem bestimmten Mikronährstoff unter anderem von der Genetik abhängig. Wenn das SOD2 Gen ein SOD2 Protein produziert, bräuchte die Person zum Beispiel 100 mg der Antioxidantien, um die Zellen zu schützen. Wenn das Gen eine negative Genvariation trägt, dann ist der Bedarf an den schützenden Nährstoffen deutlich erhöht. Es wäre also notwendig Nahrungsmittel zu wählen, die viele dieser Vitamine enthalten, um dieser genetischen Schwäche in diesem Fall entgegenzuwirken.

Wie kann man den Bedarf an Mikronährstoffen am Besten decken?

Wir brauchen also mehr Mikronährstoffe in der Nahrung. Die Frage ist, wie man den Bedarf am besten decken kann. Die Antwort ist natürlich, durch die richtige Ernährung.

Mehr Antioxidantien (Vitamine) findet man in Obst und besonders in farbigen Gemüse.

Das Omega-3 findet man in Fischprodukten, vor allem in Meeresfisch.

Kalzium findet man in Milchprodukten. Allerdings ist es abhängig von der Laktoseintoleranz, ob Milchprodukte empfehlenswert sind.

Weniger Eisen erreicht man durch weniger Konsum von roten Fleisch und Alkohol.

Wenn man keinen guten Schutz gegen Schwermetalle hat, sollte man Nahrungsmittel wie Muscheln, die viele Schwermetalle enthalten, meiden.

Die Genetik sagt uns also was wir brauchen und die Nahrungsmittel geben uns die Möglichkeit etwas zu bekommen oder zu meiden. Es geht darum, die Informationen herauszufiltern und die entsprechenden Nahrungsmittel rauf oder runter zu dosieren.

Die Nahrungsmitteltabelle

Die Nahrungsmitteltabelle enthält 1100 Nahrungsmittel und jedes Nahrungsmittel wurde einzeln nach den Genen und dem Gesundheitsfaktor analysiert.

Hier sehen Sie alle Nahrungsmittel und wie viel Gram eine typische Portion ist. Von dem Seeteufel würden Sie typischerweise 50 g essen, worin 99 g Kalorien enthalten sind und dazu noch Eiweiß, Kohlenhydrate usw.

Der nächste Bereich ist der Interessante. Er besagt ,ob ein Nahrungsmittel laut meinen Genen gesund ist. Es wird immer berücksichtigt, welche positiven Inhaltsstoffe enthalten sind die mein Körper braucht und welche negativen Stoffe enthalten sind. Außerdem wird beachtet, wie viel wovon enthalten ist. Alles zusammen entscheidet dann, ob ein Nahrungsmittel gut oder schlecht für mich ist.

Positiv wird durch viele grüne Smileys gekennzeichnet, negativ durch viele rote Smileys und neutral durch die schwarzen Smileys.

Sie können also mit dieser Liste herausfinden, welche Nahrungsmittel für Sie positiv sind und essen dann mehr von den Grünen und weniger von den Roten. Dadurch stellen Sie sicher, dass Ihr Körper genau die Nahrungsmittel in der richtigen Menge erhält, die er braucht und das die in Nahrungsmitteln enthaltenen negativen Stoffe reduziert werden.

Sie sehen also genau für Ihre Gene angepasst, ob ein Nahrungsmittel eine gute oder schlechte Idee ist. Für jede Person werden diese Nahrungsmittel anders bewertet.

Sie sehen hier auch das Risiko für Übergewicht, wenn Sie den Gewichtsteil von DNA NutriControl bestellt haben. Es wird gezeigt, ob ein Nahrungsmittel im Vergleich zu anderen besonders übergewichtsfördernd ist.

Als nächstes sehen Sie verschiedene Spalten. Wir beginnen mit den Allergien.

Wenn eine Person beispielsweise angegeben hat, dass sie allergisch gegen Nüsse ist, wird das in dieser Spalte eingepflegt. Es werden dann alle Nahrungsmittel die Nüsse enthalten können mit einen Warnzeichen gekennzeichnet.

Man wird also vor allen Nahrungsmitteln gewarnt, vor denen man eventuell allergisch ist.

Allerdings gibt es dies nur bei Angaben bei der Bestellung und die Verantwortung liegt immer bei der Person selbst, darauf zu achten. Es kann immer sein, dass Nahrungsmittel anders zubereitet werden und dadurch beispielsweise Nüsse enthalten sind.

Wenn eine Person gluten- oder laktoseintolerant ist, werden bei glutenhaltigen oder laktosehaltigen Nahrungsmitteln ein Warnzeichen gezeigt. Bei Gluten generell wenn Gluten enthalten ist und bei Laktose erst, wenn ein gewissen Schwellwert überschritten wird. Es gibt sehr viele Nahrungsmittel, die ganz wenig Laktose enthalten und üblicherweise kein Problem sind.

Es wird je nach dem genetischen Ergebnis gewarnt. Bei der Laktoseintoleranz gibt es allerdings einen entscheidenden Faktor. Wenn die Genetik sagt, dass ich eine hohe Wahrscheinlichkeit habe im Laufe meines Lebens laktoseintolerant zu werden, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 95 %, dass ich irgendwann im Leben negative Reaktionen auf Laktose zeigen werden. Das heißt aber, dass es in meinem Alter noch nicht der Fall sein muss und es erst in 10 Jahren dazu kommt. Es ist für diese 10 Jahre nicht notwendig, laktosehaltige Nahrungsmittel zu meiden und es hat keinen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit, ob die Laktoseintoleranz später entsteht.

Ich sollte mir aber bewusst sein, dass Nahrungsmittel mit dem Warnzeichen irgendwann in meinem Leben zu Problemen führen können. Ich kann also die Nahrungsmittel mit Warnzeichen weiterhin essen, aber wenn ich merke, dass mir dabei übel wird oder ich Verdauungsprobleme bekomme weiß ich, dass sie nicht mehr gut für mich sind.

Bei der Glutenintoleranz ist es ähnlich. Man braucht eine bestimmte Genvariation, um die Gluten-Intoleranz entwickeln zu können. Mehr als 99 % der Betroffenen haben eine von zwei Genvariationen.

Wir testen hier, ob diese genetische Veranlagung vorhanden ist. Falls vorhanden, ist es möglich das ich glutenintolerant werde. Je nach Variation liegt die Wahrscheinlichkeit bei 40 %. Es ist also keineswegs garantiert und auch keine Diagnose, dass ich glutenintolerant bin.

Sie sollten aber genau wie bei der Laktose darauf achten, ob die Nahrungsmittel mit Warnzeichen bei Ihnen zu Problemen führen.

Dann gibt es die Spalte „Warnung“. Das ist eine Zusammenfassung aus Laktose und Gluten. Es ist nämlich so, dass eine Analyse zum Teil wirklich Krankheitsrisiken analysiert. Darunter sind Laktoseintoleranz, Glutenintoleranz, Diabetes, verschiedene Gelenkerkrankungen usw. In dieser Form wäre es eine medizinische Genanalyse. Eine solche Analyse, in der Krankheiten diagnostiziert werden, ist und muss Ärzten vorbehalten sein. Deswegen wollen wir in der Lifestyleform dieser Analyse nicht die Krankheiten behandeln, sondern lediglich nachschauen wie die Gene aussehen und welche Nährstoffe die Person auf Grund der Gene braucht. Die Person kann sich dadurch dann entsprechend ernähren, um Krankheiten zu verhindern ohne wirklich zu wissen welche Risiken dahinterstecken.

Die Empfehlungen und Handlungen der Person sind genau die Gleichen, wie bei einer die eine medizinische Variante einer Analyse bestellt hat.

Diejenigen, die die Lifestyleanalyse bestellt haben, sehen allerdings nur ein Warnzeichen und sollten darauf achten, ob ein Nahrungsmittel zu Problemen führt oder nicht.

Das war der linke Teil der Nahrungsmitteltabelle. Rechts sehen Sie eine umfassende Liste, welche wirklich nur für Interessierte ist. Beispielsweise für Ernährungsberater, die genau wissen wollen was in den Nahrungsmitteln steckt. Es wird genau angegeben was enthalten ist, also beispielsweise ungesättigte Fettsäuren, Cholesterin, Mangan usw. Man sieht welche Stoffe in den typischen Portionsgrößen von Nahrungsmittel stecken. Oft kann man sich dann auch ausrechnen, warum ein Nahrungsmittel negativ ist.

Wir beachten immer alle Krankheitsrisiken und alle metabolischen Funktionen zusammen und wie viel von jedem Stoff enthalten ist. Jedes Nahrungsmittel wird unter Berücksichtigung von 30 verschiedenen Inhaltsstoffen bewertet, woraus sich die grünen und roten Smileys ergeben.

Diejenigen, die es interessiert, können sich den rechten Teil der Liste anschauen. Er ist aber für die Beratung nicht wirklich notwendig.

Ende des Kapitels Nutrigenetik: Nach den Genen gesund ernähren


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