Joint Sensor




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Joint Sensor

Kapitel 52
Entzündliche Erkrankungen der Gelenke und Genetik

Schulungsvideo

Gesprochener Text des Videos


Kapitel 52: Entzündliche Gelenkerkrankungen und Genetik (Joint Sensor)


Kapitel 52, hierbei geht es um entzündliche Gelenkerkrankungen und die Rolle, die die Gene dabei spielen und dabei geht es spezifisch um Rheumatoide Arthritis und das ist die Genanalyse des Joint Sensors und den Joint Sensor finden Sie in der Analyseauswahl hier und diese Analyse hat zwei Funktionen: Zum einen hilft sie dabei vorzusorgen, also die Wahrscheinlichkeit diese Erkrankung zu reduzieren. Sie bietet keinen sonderlichen Wert bei der Früherkennung, das heißt dafür ist die Genanalyse einfach nicht geeignet und sie liefert Hilfe bei Personen, die bereits erkrankt sind. Das heißt, man kann diese Analyse den Personen die noch gesund sind anbieten, um die Krankheit zu verhindert und diejenigen die sie schon haben, kann man dadurch besser behandeln.

Die entzündliche Gelenkerkrankung ist eigentlich eine Problematik des Immunsystems. Das Ganze sieht so aus: Nehmen wir an das hier ist ein Fingergelenk, hier sind Knochen und ein weiterer Knochen und dazwischen ist Knorpelgewebe. Die Problematik die dabei entsteht ist, dass das Immunsystem, das ist eine Autoimmunerkrankung, das Immunsystem greif aus irgendeinen unerklärlichen Grund den Knorpel an und beginnt diesen allmählich zu zersetzen. Der Knorpel wird immer schwächer, die Knochen kommen immer aneinander ran und das kann ich ganz schlimmen Fällen so weit kommen, dass die Knochen beginnen aneinander reiben und das führt zu furchtbaren Gelenkschmerzen, die Gelenke verschieben sich und die Gelenke verlieren einfach ihre Funktion.

Dieses Immunsystem wird in der Aggressivität durch einige Gene gesteuert. Das heißt es gibt Gene die programmieren das Immunsystem einfach richtig und es führt nicht zu diesen Erkrankungen und es gibt andere Genvariationen die dazu führen, dass diese Gene das Immunsystem zu aggressiv machen und auf den Knorpel programmieren und das dann eben beginnt den Knorpel zu zersetzen. Also das ist der eigene Körper der diese Krankheit auslöst und die Fehlprogrammierung dieser Gene sind ein wichtiger Faktor dabei.

Das hier sind die Gene, die wir uns ansehen: Es gibt den Genotyp G/G. Wenn Sie nicht wissen was das bedeutet, es gibt eine eigene Schulung, die genau das erklärt mit Ods-Ratio und so weiter, kann ich nur empfehlen. Hier bedeutet es, man hat zwei Gene von diesem Typ, auf jeden dieser Gene sitzt ein G Buchstabe in dieser Genvariation, das haben 67% der Population und die haben kein erhöhtes Risiko für Arthritis. Den G/A Genotyp, den haben 31% der Population, erhöhtes Risiko von 2,9 und A/A haben 2%, das 7,29 fache Risiko für Arthritis.

Das heißt also je nach Genvariation erhöht sich das Risiko und hier sind auch die Studien dazu, für diejenigen die es interessiert. Also Sie finden das genau so in dem Booklet für diejenigen die es interessiert, es ist aber nicht wirklich notwendig dadurch zu gehen, um das Analyseprogramm richtig anzuwenden. Dann das IL1A Gen in Interleukin 6, das ist eigentlich das IL1 Alpha Gen, hat die C/C und die T/T Variante. 57% haben kein erhöhtes Risiko, 36% haben ein erhöhtes Risiko von 17%, haben auch ein erhöhtes Risiko für die degenerativen Bandscheibenerkrankung, ist unabhängig von dessen, obwohl das ja gar keine typische Gelenkentzündungserkrankung ist und den T/T Genotyp haben 7%, die haben ein 7,87 faches Risiko für diese Erkrankung.

Und so sieht das Ergebnis aus, hier ist die Tabelle, hier ist das Symbol, also wie das Gen heißt. Das ist die Genvariation, die RS-Nummer definiert genau die Genvariation die wir analysieren. Das ist eine A zu G Änderung, also das ist alles technischer Teil, mit dem würde ich gar nicht den Kunden oder den Patienten durcheinander bringen. Das hier ist das Interessante, das ist der Genotyp. G/G bedeutet auf beiden Genen ist ein G und das führt in diesem Fall zu keinem erhöhten Risiko, deswegen ist der Ods-Ration Eins. Das T/T hier führt zu einem 36% höheren Risiko, zu einem 1,36 fachen Risiko. Das Ganze ist sehr technisch, einfacher dargestellt sehen Sie es hier.

Hier sehen Sie das normale Risiko, bis hin zum erhöhten Risiko und der Pfeil zeigt, wo sich die Person befindet. Man sieht dann eben, "Mein Risiko ist deutlich höher, die Vorsorgemaßnahmen, die richtige Ernährung ist für mich deutlich wichtiger, als für andere Personen mit einem normalen Risiko". Auch das Risiko für die Bandscheibendegeneration ist entweder erhöht oder normal.


Vorsorge


Jetzt wissen wir über das erhöhte Risiko, jetzt stellt sie die Frage: Was kann man mit diesem Wissen machen? Können wir irgendwie die Wahrscheinlichkeit der Erkrankung reduzieren? Und dafür sind die Vorsorgemaßnahmen. Zum einen ist die Vorsorgemaßnahme regelmäßige Bewegung, schonen Sie nicht die Gelenke, aber belasten Sie sie auch nicht unnötig. Das heißt, es gibt bestimmte Sportarten die die Gelenke nicht belasten, wie Schwimmen wäre gut, Gewichte heben wäre schlecht, das belastet die Gelenke besonders. Es wäre auch gut den Sport früh morgens zu machen, das hat bessere Wirkung auf die Gelenke.

Dann die Ernährung, es ist ja eine entzündliche Erkrankung und die Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Zum Beispiel tierische Lebensmittel enthalten Arachidonsäure. Das ist ein Stoff, der eine Entzündungsreaktion auslöst, also ein Entzündungbotenstoff kann man sagen und wenn man viel von diesem Stoff isst, entzünden sich die Gelenke leichter, das Immunsystem wird leichter aktiviert und die Beschädigung wird fortgeführt. Das heißt Arachidonsäure-haltige Lebensmittel sollte man meiden. Man sollte mehr Fisch und mehr Gemüse essen, das hat positive Stoffe für die Entwicklung der Erkrankung. Ungesättigte Fettsäuren sollte man bevorzugen und Omega 3, wie zum Beispiel die Fischölkapseln, können entzündungshemmend wirken.

Hier muss man aufpassen, denn Omega 3 hat auch manchmal einen positiven Einfluss auf das HDL-Cholesterien, deswegen nehmen manche Menschen die schlechte Cholesterienwerte haben diese Nahrungsergänzungsmittel ein und das führt dann dazu, dass sich das Cholesterin verbessert. Bei manchen genetischen Typen verschlechtert es sich allerdings, bei mir ist das zum Beispiel so der Fall. Das heißt für mich ist aus Cholesterinsicht eine schlechte Idee Omega 3 Fischölkapseln einzunehmen. Ich habe zwar ein niedriges Risiko, aber hätte ich ein hohes Risiko für entzündliche Gelenkerkrankungen muss ich eben abwiegen: Nehme ich den positiven Effekt von Omega 3, um entzündungshemmend zu wirken und sich gut für meine Gelenke auszuwirken und verschlechtere dabei mein HDL-Cholesterin oder nicht. Das heißt das wird abgewogen und das muss man berücksichtigen. Es kann also sein im Cardiovascular Sensor steht Omega 3 ist bei Ihnen negativ für das Cholesterin, aber es ist positiv für Gelenkerkrankungen, hier habe ich ein hohes Risiko, im Anderen ein Niedriges, also entscheide ich mich dafür Omega 3 einzunehmen, das muss berücksichtigt werden.

Das ist also die Vorsorge, mit der richtigen Ernährung macht man das Immunsystem weniger aggressiv und schützt dadurch die Gelenke und die Erkrankungswahrscheinlichkeit sinkt.


Früherkennung


Dann ist ein weiterer Faktor die Früherkennung. Dabei geht es darum, dass man die Symptome sofort erkennt, zum Arzt geht und diese behandeln lässt. Eine schnelle Behandlung hilft oft dabei die weitere Zerstörung der Gelenke aufzuhalten und typisch sind Morgensteifheit in den Händen und Fingern, also wenn die Gelenke steif wirken. Durchblutungsstörungen von einzelnen Fingern oder auch Rückenschmerzen und wenn diese Symptome auftreten bei hohem Risiko, sollten Sie mit Ihrem Arzt darüber sprechen, um das untersuchen zu lassen und entsprechend behandeln zu lassen.

Das ist das Ende von Kapitel 52 zur entzündliche Gelenkserkranung, die spezifische Schulung zum Joint Sensor.


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