Gluten Sensor




Video zu langsam oder zu schnell?

Wenn Sie im Video rechts unten auf das Youtube Icon klicken (auf Youtube ansehen) landen sie auf Youtube und können ebenfalls rechts unten im Video unter Einstellungen die Videogeschwindigkeit erhöhen oder verringern.

Gluten Sensor

Kapitel 45
Glutenintoleranz und Genetik

Schulungsvideo

Gesprochener Text des Videos


Kapitel 45: Gluten-Intoleranz und Genetik (Gluten Sensor)


Das ist die Schulung für den Gluten Sensor und dabei geht es um die Erkrankung Zöliakie, bzw. Glutenintoleranz und da spielt die Genetik eine ganz wichtige Rolle. Die Analyse findet man hier im Analyse-Portfolio, das ist der Gluten Sensor hier und hier sieht man schon Zöliakie, bzw. Glutenintoleranz, die Analyse ist nicht sinnvoll für die Vorsorge, aber sinnvoll für die Früherkennung und für die effektive Behandlung. Das heißt, für die Vorsorge bringt die Analyse einfach keinen Wert, sondern nur für Früherkennung und Behandlung.

Jetzt schauen wir uns ganz kurz das Konzept von der Glutenintoleranz an. Gluten ist ein Einweiß, das ist ein Protein, das in Getreide vorkommt und eine Fehlprogrammierung des Immunsystems verwendet Gluten und bekämpft es wie eine bakterielle Infektion. Das ist wie gesagt eine Fehlprogrammierung und das führt dann zu schlimmen Problemen wie zum Beispiel Verdauungsprobleme, dann kann dadurch das Darmgewebe so beschädigt werden, da es ständig entzündet ist, dass es zur Laktoseintoleranz kommt, weil einfach der Darm Laktose nicht mehr aufnehmen kann. Es führt zu einem 9 mal höheren HNO (Hals/Nasen/Ohren) Tumor-Risiko und einen 80 mal höheren Lymph-Tumor-Risiko. Das heißt, das Krebsrisiko wird durch diese Erkrankung deutlich erhöht und die Erkrankung bleibt im Durchschnitt 11 Jahre lang fehldiagnostiziert. Das heißt die ersten Symptome treten auf, es beginnt ein im Durchschnitt 11 Jahre langer Leidensweg, bei manchen ist es noch länger, bis endlich die Diagnose gestellt wird und dann die Behandlung eingeleitet wird. Das ist ein Problem, denn in 12% der unbehandelten Fällen führt die Glutenintoleranz unbehandelt zu tödlichen Konsequenzen, eben dieses Tumor-Risiko.

Das ist besonders schade, da durch eine Gluten-freie Ernährung, die man leicht umstellen kann, vollkommene Beschwerdefreiheit entsteht und auch diese ganzen HNO-Tumor-Risiko und Lymph-Tumor-Risiko normalisieren sich auf das normale Risiko. Das heißt also es ist ganz wichtig alle Glutenintoleranten Fälle zu erkennen, denen bei der Ernährungsumstellung zu helfen und dadurch viele Todesfälle und besonders viele schwere Verdauungsprobleme und Leidenswege zu verhindern.


Rezeptoren und Infektionen


Wie funktioniert die Glutenintoleranz und welche Rolle spielen Gene? Das Ganze spielt sich in den APC Zellen ab, die Antigen Presenting Cells. Hier sehen Sie einmal die Oberfläche von so einer Zelle und hier den Zellkern und das Ganze funktioniert so: Eine Bakterie tritt in den Körper ein und wird vom Immunsystem erkannt. Das funktioniert wie folg: Die Zelle nimmt die Bakterie auf, also die ummantelt sie und holt die Bakterie ins Innere des Körpers und zerstückelt sie. Dann gibt es zwei Gene, das DQA1 Gen und das DQB1 Gen. Diese zwei Gene sind sogenannte Rezeptorgene. Das heißt, das sind Baupläne für ein Konstrukt, das an die Zellenoberflächen gesendet wird. Schauen wir uns das mal an. Diese Gene produzieren also zwei Bausteine, die sehen ungefähr so aus. Diese Bausteine sind so gestaltet, dass die Stücke von den Bakterien hier integriert werden. Das ist ein fertiger Rezeptor und der kommt dann an die Zellenoberfläche und die Zelle hat jetzt an der Oberfläche ein Stück von dieser Bakterie präsentiert. Das heißt, die Zelle schnappt sich eine Bakterie, zerstückelt sie und zeigt dann der Außenwelt "Achtung, das hier ist eine Bakterie. Das ist ein Stück einer Bakterie. Achte darauf liebes Immunsystem, ob du diese Stücke findest". Und da kommen dann die T-Zellen, weiße Blutzellen, die erkennen das, sehen "Aha, das ist dieses Stück der Bakterie", schlagen Alarm und das Immunsystem beginnt dann nach diesen Bakterien zu suchen und sie zu vernichten. Das ist also der normale Prozess, wie solche Rezeptorgene und APC Zellen das Immunsystem auslösen, um eine bakterielle Infektion zu bekämpfen. Natürlich wiederum stark vereinfacht, aber das Konzept in etwa ist richtig so.

Bei Gluten ist es wie folgt: Hier habe ich einfach mal das Gluten-Protein gezeigt. Gluten wird von den APC Zellen aufgenommen und wird ebenfalls zerstückelt. Die DQA1- und DQB1-Gene produzieren wieder einen Rezeptor. Dieser Rezeptor passt aber nicht mit diesen Proteinen von Gluten zusammen. Das heißt, es kann sich nicht dieser Rezeptor bilden und es führt zu keinem Problem, das ist der Normalzustand bei gesunden Menschen. Das heißt Gluten kann zwar aufgenommen und zerstückelt werden, aber es gibt keine Rezeptoren, die das dem Immunsystem präsentieren könnten als ein Problem. Das heißt, die T-Zellen werden nicht aktiviert und das Immunsystem denkt nach wie vor, alles ist Okay. Wie es ja auch sein sollte, denn Gluten ist ja keine Gefahr für unseren Körper.

Jetzt gibt es aber verschiedene Versionen von diesen Rezeptorgenen. Von dem DQA1 und DQB1 gibt es spezifische Versionen die gebildet werden und da passiert folgendes: Da auf einmal passt das Gluten-Protein genau in den Rezeptor rein, der Rezeptor geht an die Oberfläche und zeigt auf einmal den T-Zellen, "Achtung, das hier ist eine Bakterie, die bekämpft werden sollte". Die T-Zelle erkennt es, schlägt Alarm, der Körper denkt er wird von Bakterien angegriffen und das Immunsystem beginnt nach Gluten zu suchen und es zu bekämpfen, das Gebe entzündet sich und der ganze Darm entzündet sich dadurch. Das ist also das Problem, das bei der Glutenintoleranz auftritt.


Was kann uns hier eine Genanalyse sagen?


Ist die Genanalyse negativ, werden also nicht diese zwei spezifischen Rezeptoren gebildet, ist die Wahrscheinlichkeit einer Glutenintoleranz sehr nahe 0%. Also 99,X % aller Fälle der Glutenintoleranz haben auch die richtige genetische Veranlagung oder die richtigen Rezeptoren dazu, um Gluten eine Immunreaktion auslösen zu lassen.

Ist es positiv heißt es noch nicht, dass das eine definitive Diagnose für die Glutenintoleranz ist. Das ist das keines Falls, aber je nach Version von diesen Rezeptorbausteinen, kann die Wahrscheinlichkeit einer Glutenintoleranz bis zu 40% betragen. Wie gesagt keine Diagnose, aber wir wissen die Person hat die Vorraussetzung für die Glutenintoleranz, die richtigen Rezeptoren und sollte darauf achten, denn die 11 Jahre an Problemen können wir uns sparen, wenn sofortige Symptome auftreten und die Person weiß, dass sie darauf achten sollte, dann lässt sich sofort die richtige Diagnose stellen. Durch eine Glutenfreie Ernährung lässt sich absolute Beschwerdefreiheit erreichen und die ganzen gefährlichen Krankheitsrisiken lassen sich dadurch ebenfalls senken.


Das ist das Ende des Kapitels 45: Die Glutenintoleranz und Genetik als Schulung für den Gluten Sensor.



PowerPoint-Folie zum Download