Diabetes Sensor




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Diabetes Sensor

Kapitel 41
Diabetes und Genetik

Schulungsvideo

Gesprochener Text des Videos

Kapitel 41: Diabetes und Genetik und im Spezifischen Typ 2 Diabetes, also Alters-Diabetes und dabei geht es um die Schulung für die Beratung im Bereich der Genetik für Diabetes und das sehen wir uns jetzt genauer an.

Der Diabetes Sensor ist in unserem Portfolio hier zu finden, der heißt wirklich Diabetes Sensor und er hat drei Funktionen: Die Vorsorge, die Früherkennung und die Behandlung. Das heißt, nicht nur Personen die noch gesund sind haben einen Nutzen davon, sondern auch Personen die bereits daran leiden, können die Behandlung von Diabetes dadurch verbessern.

Eine kurze Erklärung, was die Problematik bei Diabetes ist. Wir haben hier das Innere des Darms, hier den Blutkreislauf und hier die Leber. Im Blut zirkuliert Glukose, das ist ein Zucker, das ist der sogenannte Blutzuckerspiegel, der bleibt immer in einem spezifischen Bereich und dieser Zucker dient als Treibstoff für die Zellen und muss immer verfügbar sein, damit die Zellen funktionieren können und darf nicht in zu hoher Konzentration zur Verfügung stehen, sonst kann das giftig sein für die Zellen.

Jetzt hat diese Person eine Kohlenhydrat reiche Nahrung zu sich genommen und der Darm beginnt Kohlenhydrate in kleine Zucker zu spalten, wie zum Beispiel Glukose und die Glukose wird dann in den Blutkreislauf aufgenommen. Jetzt beginnt auf einmal der Zucker im Blut zu steigen und um dem entgegen zu wirken, gibt es das sogenannte Insulin. Das ist ein Hormon, das dazu führt, dass die Leber Zucker aus dem Blutkreislauf herausfiltert und absorbiert und dadurch wird, obwohl eigentlich der Blutzucker ansteigen würde, das wieder herausgefiltert und der Blutzucker im Normalbereich gehalten. Das heißt also wenn wir Zucker zu uns nehmen, holt sich die Leber Zucker aus dem Blutkreislauf, um im Normalbereich zu bleiben.

Nun hat die Person die Kohlenhydrate verdaut und hat länger nichts gegessen und der Körper und Zellen brauchen den Zucker langsam auf. Das heißt, der Blutzuckerspiegel würde langsam sinken und irgendwann wäre zu wenig da und die Zellen brauchen aber mehr, weil das ja einer der Treibstoffe ist und dann beginnt ein weiteres Hormon, so ähnlich wie das Insulin, aber das genau das Gegenteil macht, und zwar das Glukagon, das den Blutzucker aus der Leber holt, um es wieder in das Blut zu transportieren und dadurch den fehlenden Blutzucker wieder aufzufüllen. Das heißt, wir haben immer konstante Menge an Blutzucker in Blutgefäßen. Wird durch den Darm mehr hinein gegeben, holt sich die Leber das raus. Sinkt der Blutzucker zu starkt, kommt durch die Leber wieder Zucker in den Blutkreislauf und das wird alles sehr genau von einer Kaskade von Genen reguliert und gesteuert.

Bei der Erkrankung Diabetes Typ 2 geht diese Regulierung des Blutzuckers allmählich verloren. Das heißt, es wird zwar nach wie vor wie gewohnt der Zucker durch die Kohlenhydrate aufgenommen, dieser Zucker bleibt im Blutkreislauf. Der Körper reagiert mit Insulin darauf, aber meistens entsteht da eine Insulin-Resistanz, dass einfach der Körper nicht mehr so gut auf das Insulin anspricht und nicht mehr so viel Zucker aus dem Blutkreislauf absorbiert und das führt dann dazu, dass der Blutzucker kontinuierlich ansteigen kann, bis er zu hoch wird. Wie gesagt, wenn es zu viel wird kann das Ganze für die Person sehr schädlich sein.

Das hier sind die Gene, die direkt oder indirekt einen Einfluss haben auf diese Blutzuckerregulierung. Wenn sie gut funktionieren, bleibt bis ins hohe Alter meistens die Blutzuckerregulierung im Normalbereich. Wenn diese Genvariationen allerdings vorkommen, kann das das Risiko für Diabetes erhöhen und die Blutzuckerregulierung kann dadurch aus der Kontrolle geraten. Hier sehen wir wieder die Gene, die Genvariationen. Wenn Sie interessiert, was das genau bedeutet, sehen Sie sich die Genetikschulungen dazu an, die wir gemacht haben. Das wirklich Interessante hier ist der Genotyp, das sind die genetischen Ergebnisse. C/C bedeutet, jeder Mensch hat ja zwei Gene von diesem TCF7L2 Gen. Bei dieser Genvariation sitzt auf beiden Genen ein C und in dem Fall hat das kein erhöhtes Diabetes-Risiko. Hier sitzt auf beiden Genen ein G und das hat ein erhöhtes Risiko von 1,51 fach und hier um 38% höher.

Das Ganze ist sehr technisch, um es einfacher darzustellen, so können Sie das auch Ihren Patienten zeigen, gibt es diesen Balken hier und da kann das Risiko von Schutz über Durchschnitt bis hin zu erhöhtem Risiko sein. Das hier ist das Durchschnittsrisiko der Bevölkerung und da kann man darunter liegen oder höher. Diese Person zum Beispiel hat ein deutlich niedrigeres Risiko Diabetes zu bekommen, als die Allgemeinbevölkerung.

Und so sieht dann das Ergebnis genauer aus, also hier einen Schutz davor, dann gibt es weitere Informationen, die wir aus den Genen lesen können; zum Beispiel Insulinsubstitutionsbedarf bei Diabetes Mellitus Typ 2. Das ist eine Maßnahme, bei weit fortgeschrittenen Diabetes wird Insulin gespritzt, um die Sensitivität oder das fehlende Insulin besser wirken zu lassen, also um den Zucker aus dem Blut in die Leber zu transportieren und das ist eigentlich üblicherweise schon eine der fortgeschritteneren Therapien. Das ist bei manchen genetischen Variationen früher notwendig, in diesem Fall glücklicherweise nicht.

Glibenclamid ist ein Medikament, das oft für Diabetes verschrieben wird, das ist sehr effektiv. Tolbutamid ebenfalls, das ist dann effektiv oder Ineffektiv. Bei Glimepirid ist es in dem Fall ineffektiv. Metformin funktioniert normal und wieder ein anderes Medikament kann effektiv oder ineffektiv sein. Das heißt also bei der Behandlung, wenn die Person schon für Diabetes behandelt wird, kann man hier sagen Glibenclamid ist effektiver und Glimepirid ist es weniger. So kann man die beste Therapie auswählen und man muss sich nicht erst durchprobieren, durch die verschiedenen Therapiemöglichkeiten und kann gleich die Effektivere verwenden.

Das hier sind die Gene, das ist wieder wissenschaftlicher Teil, den man in dem Booklet findet für diejenigen, die wissenschaftlich interessiert sind. Die Möglichkeiten bei dem TCF7L2 Gen sind C/C, C/T oder T/T und C/C betrifft 55% der Population, das ist kein erhöhtes Risiko für Diabetes und führt auch im Falle der Erkrankung, ist der Insulinsubstitutionsbedarf normal, also normal spät. Bei C/T ist das Risko 1,65 fach, also erhöht. Auch Insulinsubstitution ist üblicherweise früher notwendig und T/T ist das höchste Risiko, betrifft 10%, 2,77 faches Risiko, Insulin früher notwendig. Hier sind die Studien dazu. Dann dieses Gen hier, kein erhöhtes Risiko, 70% haben A/A, A/G haben ein 2,5 faches Risiko und G/G haben 1,94 faches Risiko. Nächstes Gen HHEX, dann eben A/A hat kein Risiko, 1,21 fach, 1,44 fach. Und hier ist sogar ein Schutz, C/C Typen haben 0,91 faches Risiko, also ein niedrigeres Risiko. Das kann also das Risiko wieder senken und so weiter, die verschiedenen Gene haben alle unterschiedliche Auswirkungen und das wirklich Interessante ist, dass wenn man diese alle zusammen zählt, daraus ergibt sich dann das genetische Risiko und auf der Skala kann man dann einzeichnen wo die Person sich befindet.

Für diejenigen die das interessiert, wie man diese verschiedenen Risiken zusammenfasst, für die gibt es die erweiterte genetische Statistik, die Risiko-Statistik, also eine Gen-Schulung, aber das ist nicht wirklich notwendig für die normale Beratung.

Das ist das Ende von Kapitelnummer 41: Diabetes und Genetik als Schulung für den Diabetes Sensor.


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